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In diesem Thread befinden sich 11 Posts.
Hintergründe zur Finanzkrise, Rezession, Bankenskandalen,... 22.12.2008, 13:13laos
seit 15.10.08 läuft in deutschen kinos der dokumentarfilm "lets make money" vom gleichen regisseur, der in der vergangenheit den film "we feed the world" gemacht hat.
erwin wagenhofer hat sehr umfangreich und weltweit recherchiert.

sein film zeigt erschütternd die langjährigen verflechtungen von politk und wirtschaft, von steueroasen, von korruption in unseren sogenannten zivilisierten ländern und der langjährigen gezielten verarmung von entwicklungsländern.
der film nimmt viele illusionen, ist also nur für wirklich interessierte geeignet. er zeigt ganz klar und deutlich auf, wie verheerend sich das alles in der nahen zukunft auf die ganze welt auswirken wird.

im internet sind ein paar kommentare dazu zu lesen unter dem link:
LETS-MAKE-MONEY.INFO

zum film gibt es auch ein buch mit dem gleichen titel.
Hintergründe zur Finanzkrise, Rezession, Bankenskandalen,... 22.12.2008, 13:45hozni
mir hat eine aussage der linken imponiert.
wenn wir 2oo9 ein grosses mitspracherecht erreichen setzen wir die verhaftung von ackermann und konsorten durch

wäre ein anfang
helmut [gruebel
Hintergründe zur Finanzkrise, Rezession, Bankenskandalen,... 22.12.2008, 15:49Blasius
Hallo Birgit,

meine Suche KAUF/DOWNLOAD nach diesem "bestem Dokumentarfilm"
WE FEED THE WORLD kam ich auf erstaunliche Dinge:

a) als DVD käuflich zu erwerben bei JPC
EUR 14,99 + 5,99 EUR Versandkosten nach Ungarn
http://www.jpc.de/jpcng/home/detail/-/hnum/6359908/iampartner/e035,99 EUR

(!) darf nicht kopiert werden zur Weitergabe (ist klar)

b) in der Schweiz kann man ihn kaufen mit dem Recht auf Weitergabe,
wobei jeweils ein Feedback erfolgen muss: an wen und wo

c) Der Download dieses Produkts ist für UNITED STATES nicht freigegeben.

d) We feed the world
Film leihen 2,99€ / 24h
Dauer: 95 Min.
http://www.videoload.de/c/16/13/41/54/16134154

e) Eine der besten Dokumentationen der letzten Jahre - "We Feed the World - Essen global" ist seit kurzem frei im Netz verfügbar - und wer dieses Meisterwerk bis jetzt verpasst haben sollte, kann sich den österreichischen Film ab heute auch im "Frischen Wind" ansehen (in niedriger Qualität)
http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2008/04/we-feed-the-world-essen-global.php

f) Wikipedia verweist auf Bit Torrent download:
http://onebigtorrent.org/torrents/2082/We-Feed-The-World

Wer nicht warten will, bis der Film in seinem Kino läuft, ist
meines Erachtens mit dem Kauf der DVD besser bedient
und ob er mal in Ungarn gezeigt wird ......???

Mit liebem Gruss Herbert
Mark Twain sagte einmal:
"Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht."
Hintergründe zur Finanzkrise, Rezession, Bankenskandalen,... 22.12.2008, 22:10Peter2
Zitat:
mir hat eine aussage der linken imponiert.
wenn wir 2oo9 ein grosses mitspracherecht erreichen setzen wir die verhaftung von ackermann und konsorten durch


die Aussage ist nicht mal von den "politischen" Linken, sondern die stammt vom Schauspeler Peter Sodann, der ja bekanntlich Bundespräsident werden will, ein "liebenswerter" Tolpatsch unser Tatortkommissar, wäre doch was , der deutsche Michel als Bundespräsident, wäre auf jeden Fall ein Leckerbissen fürs Privatfernsehen. Mal eine Gegenfrage, was kann ein Ackermann dafür, wenn der Kleinanleger eine satte Rendite haben will, er gibt ihm die Produkte, nur hinterher ist die Empörung groß, wenn was schief geht. Beispiel, isländische Banken, da war die Rendite wesentlich größer wie bei deutschen Banken, deswegen waren nur auch bis 20.000 Euro abgesichert, wer ist wieder für die Gier einzelner unser Mitbürger eingesprungen, der Steuerzahler.
Da finde ich die Aussage von Enzensberger treffend zur Krise, "sonderbar, das die Deutschen, die man in jeden Winkel der Welt antrifft, nicht einsehen wollen das sie in einem Paradies leben. Sie sind verduzt oder empört, wenn das Wirtschaftwachstum unter die Nulllinie rutscht, als wäre das Weltende nahe. Auch im Vergleich zu wirklich armen Ländern , hat er eine entsprechende Aussage:Wer ist in D arm, wer weniger wie 60% des Durchschnittseinkommen verdient. Nach dieser Definition müssten in einer Gesellschaft von Milliadären, die Millionäre Sozialhilfe beantragen.
Das mal ein paar Worte von einem echten Linken

Frohe Weihnachten
Hintergründe zur Finanzkrise, Rezession, Bankenskandalen,... 23.12.2008, 10:46Blasius
hätte Helmut nur recht - solche Wünsche werden halt nie wahr:

Zitat:
[i]Ackermann / Deutsche Bank in Zahlen:

Abschreibungen von gut 2,3 Milliarden für 2007
1. Quartal 2008 2,5 Milliarden Euro
2. Quartal 5 Milliarden Dollar
3. Quartal Rund 2.2 Milliarden Euro >> im dritten Quartal nur dank der gelockerten Bilanzregeln einen Verlust verhindert
4. Quartal auf weniger als 50 Mio EUR"


(Welt Online 16.12.2008)
Damit müsste die Deutsche Bank zufolge mehr schultern als fast jede andere Bank in Europa

Zitat:
[i] Bilanzregeln
Lizenz zum Frisieren?

Die Deutsche Bank hat auf diese Weise einen
(!) Verlust in Höhe von 431 Millionen Euro in
(!)(!) einen Gewinn in Höhe von 414 Millionen Euro verwandelt,
(!)(!)(!) ein Plus von 845 Millionen Euro.

In Kurzform: mit offiziellen Segen der Regierung können unsere Banken betrügen, weil sie echte Verluste schönrechnen dürfen, bis unechte Gewinne entstanden sind, die sie natürlich nicht versteuern müssen, während die realen verluste sehr wohl abgesetzt werden können
http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,je69fiq3n2ot97lb~cm.asp


Alles nachzulesen über die Finanzkrise made in USA
http://www.boerse-express.com/wiki/Finanzkrise

Zitat:
[i]16.12.2008 Ackermann schlägt ''Bad Bank'' vor („Müllhalde“= Risikoaktiva deutscher Banken in eine ´Bad Bank´ auszugliedern.) man wälzt die Kosten nur auf den Steuerzahler ab – da müsste die Regierung reales Geld in die Hand nehmen und nicht nur Garantien anbieten“

Volumen auszulagernder Risikopapiere in Deutschland
auf mehrere Hundert Milliarden Euro geschätzt.[/b]



[b]isländische Kaupthing Bank:

deutsche Niederlassung: (!) Aufsichtspflicht für BaFin = Merkel
(zur Kenntnis: Hypo Real Estate ist Ableger aus Irland)

Kaupthing Bank sichert ?? Spareinlagen mit Lehmann Brothers (!) – wo war die BaFin ?

(!) Die deutsche Finanzaufsicht Bafin war ursprünglich davon ausgegegangen, dass Einlagen in Höhe von mindestes 20 877 Euro im Rahmen so genannter "Deposite Guarantee Scheme" der Europäischen Union abgesichert seien.

(!) Merkel erklärt: "Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind."

Und so wurde angelockt:

Seit dem Frühjahr wirbt die Kaupthing Bank – Islands größte Bank – in Deutschland um Sparer, zum Beispiel mit großformatigen Anzeigen. „Wer neu in einen Markt will, muss kräftig trommeln“, erklärt Max Herbst, Inhaber der FMH Finanzberatung in Frankfurt. Festgeld und Tagesgeld hat die Bank im Angebot. “Kaupthing ist bei den Konditionen stets ganz vorne“, sagt Herbst. In der vergangenen Woche erhöhte die Bank den Zins für 12-Monats-Festgeld von 5,45 auf 6,1 Prozent. Das sind zwei Punkte mehr als der Marktdurchschnitt.

Zusätzlich verzichtet die Bank auf den (!) sechsmonatigen Begrüßungszeitraum. Im Gegensatz zu vielen Angeboten der Wettbewerber sind die hohen Zinsen bei der Kaupthing Bank (!) nicht an Bedingungen wie zum Beispiel einen Neukundenstatus, Begrenzungen der Anlagesummen oder die gleichzeitige Eröffnung eines Wertpapierdepots geknüpft. Zudem erhalten Anleger die (!) Zusicherung, dass sich die Verzinsung ihrer Einlagen bis 2012 immer oberhalb des Leitzinssatzes der Europäischen Zentralbank (EZB) bewegen wird.

Die Bank verfügt über 80 Jahre Erfahrung im Privatkundengeschäft und ist in dreizehn Ländern vertreten. Die Zeitschrift „Euromoney“ zeichnete das Kreditinstitut 2007 als die (!) beste Bank in der Nord- und Baltikregion aus. Im Dezember des gleichen Jahres ergab eine Untersuchung von Arthur D. Little, dass Kaupthing die (!) zweiteffizienteste Bank in ganz Europa ist. Sie verfügt bei Moody’s über ein (!) A1 - Rating. Fitch Ratings bescheinigt dem Unternehmen mit einem (!) A-Rating eine hohe Kreditqualität. In 2008 wurde Kaupthing Edge in Großbritannien als der (!) beste Anbieter von Zinskonten für den Moneyfacts Award nominiert.
(!)(!)(!) Die deutsche Niederlassung hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Ständiger Vertreter und Geschäftsführer der deutschen Niederlassung ist Michael Kramer.
[bae [bae [bae [bae


- Editiert von forummano am 23.12.2008, 23:28 -
Mark Twain sagte einmal:
"Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht."
Hintergründe zur Finanzkrise, Rezession, Bankenskandalen,... 29.12.2008, 13:03laos
lieber herbert,

danke dir recht herzlich für deine rechercheergebnisse.
da sieht man mal wieder welche länder welche prioritäten haben!!!

in deutschland lief er ja letztes jahr und - wie zu erwarten - war das publikumsinteresse nur mässig. ist halt kein arni schwarzenegger rambo movie.
ob er nochmal in deutschen kinos läuft, bezweifle ich sehr.
deshalb um so schöner dein hinweis auf die dvd und anderen ansichtsmöglichkeiten.

aber wie gesagt, der andere dokufilm - lets make money - läuft noch punktuell in deutschen kinos.


lieben gruß

birgit




Zitat:
Original von forummano
Hallo Birgit,

meine Suche KAUF/DOWNLOAD nach diesem "bestem Dokumentarfilm"
WE FEED THE WORLD kam ich auf erstaunliche Dinge:

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d) We feed the world
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e) Eine der besten Dokumentationen der letzten Jahre - "We Feed the World - Essen global" ist seit kurzem frei im Netz verfügbar - und wer dieses Meisterwerk bis jetzt verpasst haben sollte, kann sich den österreichischen Film ab heute auch im "Frischen Wind" ansehen (in niedriger Qualität)
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Wer nicht warten will, bis der Film in seinem Kino läuft, ist
meines Erachtens mit dem Kauf der DVD besser bedient
und ob er mal in Ungarn gezeigt wird ......???

Mit liebem Gruss Herbert

Hintergründe zur Finanzkrise, Rezession, Bankenskandalen,... 29.12.2008, 13:06laos
hallo helmut,

so sich die linken an diese aussage halten , wäre das eine option. aber damit ists wohl noch lange nicht getan.


grüße birgit

Zitat:
Original von Regina
mir hat eine aussage der linken imponiert.
wenn wir 2oo9 ein grosses mitspracherecht erreichen setzen wir die verhaftung von ackermann und konsorten durch

wäre ein anfang
helmut [gruebel

Hintergründe zur Finanzkrise, Rezession, Bankenskandalen,... 29.12.2008, 13:13laos
Zitat:
Original von Peter2
Zitat:
mir hat eine aussage der linken imponiert.
wenn wir 2oo9 ein grosses mitspracherecht erreichen setzen wir die verhaftung von ackermann und konsorten durch


die Aussage ist nicht mal von den "politischen" Linken, sondern die stammt vom Schauspeler Peter Sodann, der ja bekanntlich Bundespräsident werden will, ein "liebenswerter" Tolpatsch unser Tatortkommissar, wäre doch was , der deutsche Michel als Bundespräsident, wäre auf jeden Fall ein Leckerbissen fürs Privatfernsehen. Mal eine Gegenfrage, was kann ein Ackermann dafür, wenn der Kleinanleger eine satte Rendite haben will, er gibt ihm die Produkte, nur hinterher ist die Empörung groß, wenn was schief geht. Beispiel, isländische Banken, da war die Rendite wesentlich größer wie bei deutschen Banken, deswegen waren nur auch bis 20.000 Euro abgesichert, wer ist wieder für die Gier einzelner unser Mitbürger eingesprungen, der Steuerzahler.
Da finde ich die Aussage von Enzensberger treffend zur Krise, "sonderbar, das die Deutschen, die man in jeden Winkel der Welt antrifft, nicht einsehen wollen das sie in einem Paradies leben. Sie sind verduzt oder empört, wenn das Wirtschaftwachstum unter die Nulllinie rutscht, als wäre das Weltende nahe. Auch im Vergleich zu wirklich armen Ländern , hat er eine entsprechende Aussage:Wer ist in D arm, wer weniger wie 60% des Durchschnittseinkommen verdient. Nach dieser Definition müssten in einer Gesellschaft von Milliadären, die Millionäre Sozialhilfe beantragen.
Das mal ein paar Worte von einem echten Linken

Frohe Weihnachten

Hintergründe zur Finanzkrise, Rezession, Bankenskandalen,... 29.12.2008, 13:22laos
hallo peter2,


mit der gier einzelner hast du bestimmt recht. aber dass du den "armen" ackermann so bedauerst, ich weiss nicht ....
der arme kerl hat ja wirklich ein mickriges jahreseinkommen und ein sooo großes herz, da er ja - so wie ichs noch in erinnerung habe - auf seine bonis verzichtet. ist kaum nachzuvollziehen, bei so guter arbeit....

vielleicht sollte er sich als gutmensch mal ins hartz 4 oder in die grundsicherung melden - wenn er alle seine reichtümer abgibt und wirklich nix mehr hat, dann hat er ja vielleicht eine chance von der arge aufgenommen zu werden....

sorry, für meinen sarkasmus

liebe grüße

laos



Zitat:
Original von Peter2
Zitat:
mir hat eine aussage der linken imponiert.
wenn wir 2oo9 ein grosses mitspracherecht erreichen setzen wir die verhaftung von ackermann und konsorten durch


die Aussage ist nicht mal von den "politischen" Linken, sondern die stammt vom Schauspeler Peter Sodann, der ja bekanntlich Bundespräsident werden will, ein "liebenswerter" Tolpatsch unser Tatortkommissar, wäre doch was , der deutsche Michel als Bundespräsident, wäre auf jeden Fall ein Leckerbissen fürs Privatfernsehen. Mal eine Gegenfrage, was kann ein Ackermann dafür, wenn der Kleinanleger eine satte Rendite haben will, er gibt ihm die Produkte, nur hinterher ist die Empörung groß, wenn was schief geht. Beispiel, isländische Banken, da war die Rendite wesentlich größer wie bei deutschen Banken, deswegen waren nur auch bis 20.000 Euro abgesichert, wer ist wieder für die Gier einzelner unser Mitbürger eingesprungen, der Steuerzahler.
Da finde ich die Aussage von Enzensberger treffend zur Krise, "sonderbar, das die Deutschen, die man in jeden Winkel der Welt antrifft, nicht einsehen wollen das sie in einem Paradies leben. Sie sind verduzt oder empört, wenn das Wirtschaftwachstum unter die Nulllinie rutscht, als wäre das Weltende nahe. Auch im Vergleich zu wirklich armen Ländern , hat er eine entsprechende Aussage:Wer ist in D arm, wer weniger wie 60% des Durchschnittseinkommen verdient. Nach dieser Definition müssten in einer Gesellschaft von Milliadären, die Millionäre Sozialhilfe beantragen.
Das mal ein paar Worte von einem echten Linken

Frohe Weihnachten

Hintergründe zur Finanzkrise, Rezession, Bankenskandalen,... 29.12.2008, 20:25Blasius
Zitat:
Original von laos
hallo peter2,
mit der gier einzelner hast du bestimmt recht.


Da würde ich dir, liebe Birgit, schon widersprechen wollen -
wenn du dein Geld anlegst, brauchst du eine Bank und dein
Weg geht dann nicht zum Einzahlungsschalter, sondern zum
Bankberater:

Der Bankberater zeigt dir auf seinem Laptop, wie du Geld am
besten anlegen sollst - er hat für jeden Beratungsfall das
richtige Programm verfügbar -
bereitgestellt von seinem Bank-Management -
ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt.

er verkauft dir die Produkte, bei der die Bank den meisten
Reibach mach - aber per Klick auf seinem Laptop bist du
natürlich der Gewinner -
aber was er dir verkauft, weiss lediglich das Bankmanagement

und wehe, du hast kein Beratungsprotokoll verlangt!

Warum wurde das Beratungsprotokoll überhaupt eingeführt -
weil die Bankkunden vorher schon von diesen lieben Beratern
immer wieder über den Tisch gezogen wurden.....

hatte nur einer von den Anlegern einen blassen Dunst, wer
Lehmann Brothers ist ?

und jetzt lies mal weiter:

Das Millionengrab der deutschen Kleinanleger

Die internationale Finanzkrise erreicht die deutschen Privathaushalte: Tausende Kleinanleger haben ihr Erspartes wohl für immer verloren, weil sie von Bankberatern zum Zocken überredet wurden - ausgerechnet mit Zertifikaten der Pleite-Bank Lehman Brothers. Verbraucherschützer sind empört.

Deutsche Kleinanleger haben mit Zocker-Zertifikaten der Pleite-Bank Lehman Brothers wohl einen dreistelligen Millionenbetrag verloren. So hoch schätzt das Deutsche Institut für Anlegerschutz (DIAS) in Berlin die möglichen Verluste privater Sparer in der Finanzkrise.

Vor der Pleite der US-Investmentbank Mitte September verkauften deutsche Banken, darunter die Sparkasse, Dresdner Bank, DAB Bank, DZ Bank und Citibank, laut dem DIAS noch Zertifikate von Lehman Brothers an deutsche Kunden. „Es dürften Zehntausende Privatanleger betroffen sein", sagt DIAS-Vorstand Volker Pietsch WELT ONLINE.

Ein Beispiel: Eine knapp 80-jährige Dame habe ihr Vermögen von der Dresdner Bank verwalten lassen. Sie wollte das Geld möglichst sicher anlegen. Dennoch hätten Banker die Geldanlage der betagten Sparerin Anfang 2007 umgewandelt: Das Vermögen, mehr als 20.000 Euro, sei in Lehman-Zertifikate investiert worden.

„Es ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass die Anleger der Lehman-Zertifikate mit einem Totalverlust rechnen müssen", sagt Pietsch. Die Lehman-Bank ist insolvent und hat in den USA Gläubigerschutz beantragt. Private Kleinanleger werden - wenn überhaupt - als letzte berücksichtigt, wenn Gläubiger aus der Insolvenzmasse des Unternehmens Entschädigungen erhalten. Der DIAS-Vorstand erhebt schwere Vorwürfe: „Die Banken haben nach unseren Erkenntnissen viel zu lax beraten."

In Deutschland waren rund 170 Produkte von Lehman Brothers als Zertifikate verkauft worden. Diese Finanzprodukte sind eigentlich so etwas wie Schulden machen beim Kunden: Die Bank lieh sich letztlich Geld von den Anlegern. Bei Fälligkeit der Zertifikate in einigen Jahren hätten die Sparer zusätzlich zu der angelegten Summe ihr Kapital verzinst bekommen sollen.

Im Schnitt gute fünf Prozent Rendite, auch mal acht Prozent, versprachen Banker ihren Kunden. Die deutschen Geldinstitute selbst erhalten beim Verkauf von Zertifikaten eine schöne Provision.


„Doch die Lehman-Zertifikate waren hoch risikobehaftete Produkte", sagt DIAS-Vorstand Pietsch. Schließlich wütet die Finanzkrise seit mehr als einem Jahr. Aber Lehman Brothers, das sei doch ein 150 Jahre altes Bankhaus, die Bewertung durch die Rating-Agenturen sei hervorragend: So ähnlich dürften Kundengespräche noch bis kurz vor dem Bankrott der US-Bank gelaufen sein, vermutet der ehemalige Bankmanager und Mitarbeiter der deutschen Bankenaufsicht BaFin

Er verweist auf Richtlinien der EU (MiFID), die Bankberater verpflichteten, „anlage- und anlegergerecht" über Risiken aufzuklären. Dies sei in vielen Fällen nicht hinreichend geschehen. Der DIAS-Chef berichtet von mehr als Tausend Anfragen aufgebrachter Privatanleger in den letzten zwei Septemberwochen. Eine ähnlich hohe Zahl von Schadensmeldungen hat die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz gemeldet.

In Mails und bei Telefonanrufen schilderten enttäuschte Bankkunden nicht nur, dass ihnen Zertifikate als sichere Anlagen angepriesen worden seien. „In einigen Fällen berichteten uns Anleger, dass sie in der Woche vor dem Zusammenbruch von Lehman Brothers ihre Papiere wieder loswerden wollten, aber im Schalterraum vom Verkauf abgehalten worden seien", erzählt Pietsch.

In solchen Fällen raten die Verbraucherschützer dazu, Ansprüche auf Schadenersatz gegen die Banken zu prüfen. Doch falsche Beratung, für deren Folgeschäden die deutschen Banken haften müssten, ist nicht leicht nachzuweisen. „Viele Anleger haben vergessen, ein Protokoll der Bankberatung zu führen und vom Berater abzeichnen zu lassen", sagt DIAS-Chef Pietsch. Damit fehlten in einem Gerichtsverfahren wichtige Belege.

Experten raten privaten Anlegern jedoch ab, überstürzt einen Anwalt zu beauftragen. Im Zweifel entstünden dadurch weitere Kosten, die der Geschädigte niemals wiederbekäme. Außer dem DIAS bieten Verbraucherzentralen Nothilfe an. „In solch heiklen Fällen empfiehlt sich eine persönliche Beratung", sagt Christian Fronczak, Sprecher des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV). Beratungen kosten zwischen zehn und etwa 50 Euro Gebühren.

Obwohl es für Tausende deutscher Kleinanleger bereits zu spät sein dürfte, fordern die Verbraucheranwälte nun, dass die deutsche Bankenaufsicht BaFin sich künftig auch um den Verbraucherschutz bei Finanzprodukten kümmert. Ein weiterer Vorschlag: Anlageberater sollten bis zu zehn Jahren für ihre Verkäufe gegenüber den Kunden haften. VZBV-Sprecher Fronczak sagt: „Die Leute sind sich doch der Risiken bei längerfristigen Geldanlagen gar nicht bewusst."

Dies bestätigt das DIAS. Unter den enttäuschten Käufern der Lehman-Zertifikate seien Menschen aus allen Berufs- und Bildungsschichten - deren Problem aus heutiger Sicht ist,
dass sie ihren Bankberatern zu sehr vertrauten.

Für weitere Kunden könnte es gefährlich werden. In Deutschland sind etwa 400.000 Zertifikate und ähnliche Finanzprodukte gehandelt worden. „Eine gigantische Blase", meint DIAS-Vorstand Pietsch.

Anleger wie jene 80-jährige Dame hätten nach Angaben des DIAS gute Chancen, möglicherweise auf dem Rechtsweg einen Teil ihres Geldes wiederzusehen. Denn die betagte Bankkundin hatte ihrem Geldinstitut ja einen klaren Auftrag erteilt: nur mit geringem Risiko anlegen. Insofern hätten die Bankberater, die das Vermögen der alten Dame aufs Zocken umstellten, vertragswidrig gehandelt.
http://money.de.msn.com/banken/banken_artikel.aspx?cp-documentID=9870982

MfG Herbert
Mark Twain sagte einmal:
"Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht."
Hintergründe zur Finanzkrise, Rezession, Bankenskandalen,... 24.01.2009, 10:32kleck
Wie kommen wir aus dem Desaster der Finanzkrise und deren Folgen wieder heraus?
Ist die Politik der Dominanz der Finanzwirtschaft in unserem Jahrhundert noch legitim, oder war sie es noch nie und hat uns in diese Systemkrise gebracht?


Einen interessanten Beitrag liefert dazu Professor Fredmund Malik in:

Finanzkrise
„Mit herkömmlichen Methoden nicht zu lösen“

Professor Fredmund Malik
Die aktuelle wirtschafts- und Finanzkrise lässt sich nicht mit den bisher gewohnten Methoden lösen, erklärt Professor Fredmund Malik, Verwaltungsratspräsident des Management Zentrums St. Gallen. Nach Ansicht des Hochschullehrers, Unternehmensberaters und Autors vieler Publikationen ist die Krise nur ein oberflächliches Symptom für die größte Systemtransformation der Geschichte. Hin von einer Geld- zu einer Wissensgesellschaft.
Um die Krise wirklich zu bewältigen, müssen neue Regulierungssysteme entstehen, die komplexitätsgerecht sind und die sich nicht an den kurzfristigen Interessen von Schein-Investoren orientieren. Unter anderem müsse man auch lernen, dass die Welt nicht von Geld regiert werde, wie viele weismachen wollten, sondern weit mehr von elementarer Menschlichkeit, erklärt er weiter.

(...)

Wie kommen wir aus dem Schlamassel wieder heraus?
Bildlich gesprochen ist nicht der Blutkreislauf zusammengebrochen, sondern das Nervensystem. FED-Chef Ben Bernanke hatte einen frühen Anflug von Verstehen, als er im September sinngemäß sagte: We have a total loss of control. Also müssen neue Regulierungssysteme entstehen, die komplexitätsgerecht sind und sich nicht an den kurzfristigen Interessen von Schein-Investoren orientieren.
Unter anderem muss man lernen, dass die Welt nicht von Geld regiert wird, wie viele weismachen wollen, sondern weit mehr von elementarer Menschlichkeit. In den heutigen Gesellschaften liegen enorme Leistungspotentiale brach. Intelligenz, Kreativität, und relevante Information bleiben in unvorstellbarem Ausmaß ungenutzt. Wie ich durch meine täglichen Kontakte mit zahlreichen Führungskräften seit Jahren beobachten kann, haben sich Resignation, Demotivation, Agonie und Bitterkeit in vielen Unternehmen breit gemacht, besonders dort, wo Shareholder-Value und Geldgetriebenheit herrschen. Eine Politik, die diese brachliegenden Potientiale zu mobilisieren versteht, wird Wahlen gewinnen und Lösungen finden. Die Methoden dafür sind verfügbar. Wir haben sie jahrelang getestet und verwenden sie täglich.
Politik muss verstehen, dass Probleme heute nicht mehr links oder rechts, sondern vielmehr komplex sind. Lösungen sind nicht rot, blau oder grün, sondern richtig oder falsch. Aus den heutigen Parteistrukturen, die ihre Wurzeln im frühen vorigen Jahrhundert haben, können kaum Lösungen erwachsen.
(...)
http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/Doc~EBEACC95FA43F41E389FF3629FCF64452~ATpl~Ecommon~Sspezial.html


MfG

Karl TD
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