|
balaton-service.info - Das Forum für Ungarn / Was man gerade erfahren hatt / "Zerbrechlich" schöne Ungarn-Souvenirs In diesem Thread befinden sich 1 Posts. | ||||
| "Zerbrechlich" schöne Ungarn-Souvenirs | 08.11.2007, 14:40 | Markus J. Marschner | ||
|---|---|---|---|---|
| "Zerbrechlich" schöne Ungarn-Souvenirs Bald hat es uns wieder im Griff, das Winterhalbjahr. Doch es hat auch seine schönen Seiten wie zum Beispiel die Advent- und Weihnachtszeit. Und weil die was mit Schenken und Geschenken zu tun hat, ein paar Tipps in Sachen „Mitbringsel“, die sich auch auf dem Gabentisch gut machen würden. Denn Ungarn bedeutet nicht nur Paprika und Salami, auch führende Porzellanmanufakturen haben hier ihren Sitz: Herend, die ungarische Heimat des "weißen Goldes", die Zsolnay-Manufaktur in Pécs und schwarze Keramik aus dem ungarischen Nádudvar. Herend ist die Heimat des "weißen Goldes" in Ungarn. Quelle: The Photo Archive of the Hungarian National Tourist Office Herend, die ungarische Heimat des "weißen Goldes" Seit 2000 präsentiert sich Ungarns führende Porzellanmanufaktur Herend – die Hochburg künstlerischer Porzellanherstellung im Land der Magyaren – mit einer zusätzlichen Attraktion: dem Porcelanium. Film-Show, Schauwerkstatt und Ausstellungshalle informieren umfassend über Geschichte und Produktion des „weißen Goldes”. Die Minimanufaktur hat in den Wintermonaten November bis März von dienstags bis samstags zwischen 09.00 und 16.00 Uhr. Das Museum schließt jeweils eine halbe Stunde früher. Der Eintritt kostet 1.500 Forint (etwa sechs Euro) für Erwachsene. Darin enthalten sind der Besuch von Museum und Minimanufaktur inklusive einem Freigetränk im hauseigenen Kaffeehaus Apicius. Seit 1842 fertigt die Manufaktur hochwertiges Porzellan, das bereits 1845 in Wien erstmals außerhalb Ungarns zu sehen war und seither einen Siegeszug rund um die Welt angetreten hat. Das „weiße Gold“ von Herend erhält aufgrund eines besonderen Brennvorgangs sein typisch schneeweißes, durchscheinendes und glänzendes Aussehen. Jedes Stück wird von Hand geformt und bemalt. Die bekanntesten Muster sind das Chinesische Dekor mit Schmetterlingen und Blütenzweigen sowie das nach Königin Viktoria benannte Tafelservice-Dekor. Berühmt sind auch die Flechtwerke und die Herend-Rosen. Waren es früher nur Königshäuser und Adelige, die sich mit Herender Porzellan umgaben, so gibt es heute zahlreiche private Sammler, von denen so manch einer unter fachkundiger Anleitung sein eigenes „Meisterstück“ angefertigt hat: Speziell für Gruppen (acht bis 20 Personen) bietet das Besucherzentrum Porcelanium zwei- oder dreitägige Malkurse an. Die Teilnehmer werden dabei fachkundig in die hohe Kunst der manuellen Porzellanmalerei eingeführt und dürfen die selbst bemalten Kunststücke auch mitnehmen. Aber auch individuelle Besucher können sich bei Kurzkursen in den Kunstgriffen üben und dabei etwa die Anfertigung der berühmten Rosen erlernen. Kostenpunkt: Für den Crashkurs (etwa 30 Minuten) in Sachen Herender Rose 800 Forint (gerade einmal rund 3,20 Euro) und für den knapp einstündigen Kurs mit etwa aufwendigeren Figuren und einer Rose 1.500 Forint (etwa sechs Euro). Malkurse für Hobby-Porzellanmaler werden auf Anfrage angeboten und kalkuliert. Was das Besucherzentrum noch bietet? Ein eigens gedrehter Film, zugleich Auftakt der Führung durch Schauwerkstatt und Präsentationshalle, zeichnet die wichtigsten Entwicklungsstufen nach. In der Minimanufaktur kann der Besucher einzelne Herstellungsprozesse hautnah miterleben: Das Formen, Bossieren, Bemalen und Brennen des Porzellans. Gezeigt werden ein Dutzend Arbeitsvorgänge. Im angeschlossenen Schauraum des hauseigenen Museums gilt es, Meisterwerke der Manufaktur, Originale wie Unikate, zu betrachten. Im Verkaufsraum gibt es Gelegenheit, Neues für die private Tafel- und Tischkultur zu erstehen. Restaurant und Kaffeehaus Apicius machen die Erlebniswelt „Porcelanium” perfekt. Die Porzellanteile werden sorgfältig von Hand bemalt. Quelle: The Photo Archive of the Hungarian National Tourist Office Die Zsolnay-Manufaktur in Pécs Sie hinterlässt Spuren. An der Nationalbank und an der Kunsthalle in Budapest, am Museum der Schönen Künste in Mexiko-Stadt und in unzähligen Haushalten in der ganzen Welt: die Keramik-Manufaktur Zsolnay im südwestungarischen Pécs. Bis ins Jahr 1853 reicht die Geschichte des Familienbetriebs zurück. Aus der ehemaligen Steingutfabrik wurde damals eine Manufaktur, die heute international mit ihren Fayencen und sezessionistisch-geprägten Motiven Erfolg hat. Mehr noch: Das Fabrikgelände ist ein Schlüsselprojekt ihm Rahmen der Aktivitäten zur „Kulturhauptstadt Europas 2010 Pécs“. Hier entsteht bis zum Kulturjahr das Zsolnay-Kulturviertel. Die handgefertigten Zierflaschen, Krüge, Vasen, Geschirrserien und Porzellanfiguren können interessierte Ungarn-Reisende in der Zsolnay-Ausstellung des Janus-Pannonius-Museums, dem städtischen Museum von Pécs, besichtigen. Die Ausstellung vermittelt ein eindrucksvolles Bild von den technischen Errungenschaften des Unternehmens und spiegelt den Stil- und Geschmackswandel des europäischen Kunsthandwerks im ausgehenden 19. Jahrhundert wider. Die Ausstellung befindet sich im ältesten Wohnhaus der Stadt Pécs in der Káptalan utca 2 und ist normalerweise von April bis Oktober jeweils dienstags bis samstags zwischen 10 und 18 Uhr, sonntags bis 16 Uhr geöffnet. In der kalten Jahreszeit zwischen November und März öffnet das Museum von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 16 Uhr. Einen noch tieferen Einblick in die Welt des Zsolnay-Porzellans gewährt eine Führung durch die eigentliche Manufaktur, die bis zum heutigen Tag an ihrem ursprünglichen Standort zu finden ist. Wie wird das Porzellan gefertigt? Was ist Pyrogranit? Und was hat die Pariser Weltausstellung im Jahre 1878 mit dem Ganzen zu tun? Diese und andere Fragen werden hier beantwortet. Ganz nebenbei lassen sich die farbenfrohen Kunstwerke bestaunen – sowohl im Betrieb als auch im denkmalgeschützten Fabrikhof. Besichtigungen sind montags bis freitags am Vormittag möglich – jedoch nur in Gruppen und nach Voranmeldung. Eine deutschsprachige Führung kostet 1.000 Forint (circa vier Euro) pro Person. Der internationale Erfolg der Manufaktur ist eng mit Vilmos Zsolnay verbunden, der die technische Entwicklung im Jahre 1865 von seinem Bruder Miklós übernahm. Vilmos experimentierte mit verschiedenen Ton- beziehungsweise Glasurarten und entwickelte den kleinen Betrieb bald zum Kunstkeramikbetrieb Nr. 1 in Ungarn. Die Auszeichnung mit dem Grand Prix bei der Weltausstellung in Paris 1878 brachte ihm schließlich den Weltruhm. Abgesehen von bekannten Künstlern, entwarf Vilmos Zsolnay auch selbst Motive für seine Keramikgegenstände: Zunächst historisch, orientalisch oder volkstümlich, waren sie später stark vom Jugendstil geprägt. Auch der Architekt Ödön Lechner, der Meister des spezifisch ungarischen Jugendstils, arbeitete im Bereich Baukeramik mit Zsolnay zusammen. So kommt es, dass Ungarn-Reisende beim Bummel durch Budapest und Co. auch heute noch zahlreichen Beispielen aus dem Hause Zsolnay begegnen. Die schwarze Farbe kommt von feuchtem Stroh und Holz. Quelle: The Photo Archive of the Hungarian National Tourist Office Keramik aus dem ungarischen Nádudvar In Ungarns Osten, in der Nähe des Weltnaturerbes Hortobágy Puszta, wird zwar nicht schwarz gemalt. Dafür wird in dem Örtchen Nádudvar die weltbekannte schwarze Keramik hergestellt, die ihre Farbe einer speziellen Brenntechnik zu verdanken hat. Wer sein Puszta-Erlebnis mit „künstlerischen Einblicken“ verbinden möchte, sollte die 9.000-Einwohner-Stadt in die nächste Urlaubsplanung einbauen. Denn die Künstlerfamilien, die seit mehreren hundert Jahren die für Nádudvar spezielle Technik anwenden, lassen sich gerne bei ihrer Arbeit über die Schultern blicken. Wie aus einem rohen Tonblock das unglasierte schwarze Geschirr wird, ist beispielsweise im Töpferhaus von Lajos Fazekas (Fő út 159) zu bewundern. Für seine Kunden und Besucher fertigt er vor deren Augen Vasen, Teller und vieles mehr an. Typisches Design für die dunkle Keramik aus Nádudvar sind Pflanzenornamente und geometrische Muster. Die schwarze Farbe erhalten die Kunstwerke durch feuchtes Stroh und Holz, das während der letzten Minuten des Brennvorgangs in die Gefäße gedrückt wird. Der Abzug des Ofens wird immer weiter verschlossen, was dichten, rußhaltigen Rauch entstehen lässt. Neben Nádudvar wird diese Technik auch in Szentes und Mohács verwendet, deren schwarze Tonware ebenfalls im ganzen Land beliebt ist. Die Kleinstadt bekam ihren Namen von „nád“ (Schilf), das im Überschwemmungsgebiet wuchs und für Dächer sowie Zäune verwendet wurde. Am Hauptplatz Nádudvars sind die römisch-katholische Kirche im frühklassizistischen Stil sowie die barocke reformierte Kirche einen Besuch wert. Quelle: UTA Quelle: kwick.de Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns ganz genau kennen, und trotzdem zu uns halten. Marie von Ebner-Eschenbach ![]() balaton-service.info goes wiki - Das bsi - wiki - portal b-s.i goes facebook ... und als b-s.i facebook Gruppe | ||||