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balaton-service.info - Das Forum für Ungarn / Sehenswertes, Kultur, Kneipenführer / K u l t u r / Kabale und Liebe im Thaila-Theater
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piccolino
icon01.gif Kabale und Liebe im Thaila-Theater - 25.02.2008, 18:58:51

816 Posts - Einbürgerungswilliger
leben u. leben lassen
,,Kabale und Liebe“ im Thalia-Theater
Von Attila Leitner
Montag, 25. Februar 2008
Schiller bleibt Schiller

Im Rahmen des ,,Arcus“-Festivals, das dieses Jahr zum fünften Mal das Theaterschaffen der Minderheiten Ungarns vorstellt, zeigt die Deutsche Bühne Ungarn Schillers ,,Kabale und Liebe“ im Budapester Thalia-Theater. Die Vorstellung findet am Mittwoch, dem 27. Februar, um 19 Uhr statt.

Schillers bürgerliches Trauerspiel ist eines der wichtigsten Werke der Epoche ,,Sturm und Drang“. In der tragischen Liebesgeschichte zwischen dem aufstrebenden adligen Präsidentensohn Ferdinand von Walter und der Musikantentochter Luise Miller zeigen sich die Konflikte einer Gesellschaft, deren Motor die Gier nach Macht ist. ,,Kabale und Liebe“ gehört zum Kanon der dramatischen Literatur und beinhaltet Wahrheiten, die ewige Gültigkeit für sich beanspruchen können.



Intrige gegen die Liebenden

Ferdinand (Gergely Kispál) verliebt sich in das bürgerliche Mädchen Luise (Alice Müller), die Tochter des Stadtmusikanten Miller (Sándor Szalay). Ferdinands Vater, der Präsident des kleinen Herzogtums (Bernd von Bömches), hat indes die künftige Frau für seinen Sohn bereits ausgesucht und dabei vor allem seine eigenen politischen Ziele im Sinn gehabt. Er erhofft sich von der Verbindung seines Sohnes mit Lady Milford (Ildikó Frank), der Mätresse des Herzogs, direkte Einflussnahme auf die Entscheidungen am Hof zu nehmen. Ferdinand ist nicht gewillt seine Liebe aufzugeben, also spinnt der Präsident mithilfe seines fiesen Sekretärs Wurm (Rares Hontzu) eine Intrige, um Ferdinand und Luise zu entzweien.



Romeo und Julia des 18. Jahrhundets

Ferdinand von Walter und Luise Miller sind Romeo und Julia des 18. Jahrhunderts, aber wir können ihre Geschichte nur ab dem Zusammenbruch der idealistischen Welt des Liebespaars verfolgen. Die leidenschaftliche Liebe wird durch die Intrigen des Hofs und die gesellschaftlichen Unterschiede zerstört.

Schiller webt geschickt ein Netz um die jungen Liebenden, sie haben keine Chance zu fliehen. Nicht nur Luise und Ferdinand suchen den Ausweg aus ihrer Welt in der gesellschaftlichen Übergangsphase, in der nur die bürgerliche Moral als Wegweiser dient. Unabhängig von ihrem gesellschaftlichen Status verspürt jede Figur eine Sehnsucht in sich, der sie nur unter Anwendung von Gewalt nachgehen kann.

Regisseur Clemens Bechtel, der nach 2001 zum zweiten Mal in Szekszárd arbeitet, versucht in seiner Inszenierung eine einfühlsame Aktualisierung des Stoffs, die die auch heute noch gültigen Aussagen und Konflikte des Stücks heraus arbeitet, ohne jedoch einem zwanghaften Modernisierungswahn anheim zu fallen. Schiller bleibt in der Aufführung der DBU Schiller.

,,So gut wie noch nie“ schrieb die Neue Zeitung über Bechtels Inszenierung, ,,mit diesem Stück erreicht die DBU den bisherigen Höhepunkt ihrer Geschichte.“ Nach der umjubelten Premiere im November 2007 ist ,,Kabale und Liebe“ am 27. Februar um 19 Uhr nun auch in Budapest zu sehen.


Quelle:http://www.budapester-zeitung.de/index.php?option=com_content&task=view&id
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