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balaton-service.info - Das Forum für Ungarn / A k t u e l l e s / Was man gerade erfahren hatt / Obama hält an den Plänen der Kriegsfalken für einen US-Raketenschild fest
In diesem Thread befinden sich 3 Posts.
kleck
icon01.gif Obama hält an den Plänen der Kriegsfalken für einen US-Raketenschild fest - 27.11.2008, 17:32:14

Gast
Obama hält an den Plänen der Kriegsfalken für einen US-Raketenschild fest

F. William Engdahl
Einen entscheidenden Hinweis auf die Antwort zu der Frage, ob Obama als Präsident eine wirkliche Veränderung in der US-Außenpolitik bewirkt, liefert seine Entscheidung, ob er die Politik der militärischen Destabilisierung seines Amtsvorgängers Bush, d.h. die Einkreisung Russlands fortführt; vor allem aber seine Entscheidung in der Frage der Pläne zur Stationierung amerikanischer Raketen- und Radarsysteme in Polen und der Tschechischen Republik. Der polnische Präsident gab vor Kurzem bekannt, Obama habe ihm versichert, die provokativen Raketenabwehrpäne der USA würden weiter verfolgt. Sprecher Obamas haben diesen Bericht zwar umgehend dementiert, aber es zeigt sich immer deutlicher, dass die allgemeine strategische Ausrichtung der US-Politik, die sogenannte »Full Spectrum Dominance«, auch unter einem Präsidenten Obama beibehalten wird. Dies verspricht eine Eskalation militärischer Spannungen, wenn nicht gar den Ausbruch von Konflikten, in den kommenden Monaten.

Nur wenigen Menschen ist bewusst, wie kontrolliert die US-Politik ist. Da jeder Präsidentschaftskandidat auf große Spenden und ihm freundlich gesonnene Medien angewiesen ist, muss er sich den Kreisen fügen, die ihn finanzieren. Obama hat mehr Wahlkampfspenden von der Wall Street erhalten, als alle Präsidentschaftskandidaten vor ihm – Bush eingeschlossen. Würde sich Obama nun von der üblichen Machtclique abwenden, würde kein Kandidat für ein Regierungsamt, der auch nur im Verdacht stünde, einen wirklichen politischen Wandel zu bewirken, vom Senat bestätigt. Einflussreiche Interessengruppen – AIPAC, der militärisch-industrielle-nationale-Sicherheitskomplex, die Wall Street – nutzen ihren politischen Einfluss, um unerwünschte Ernennungen zu blockieren. In Washington gilt nur ein Wort, und das heißt nicht Demokratie, sondern Macht.

Berichten aus Washington zufolge plant Obama, den jetzigen Verteidigungsminister Robert Gates, also einen Republikaner, zu bitten, auch nach dem 20. Januar als Chef im Pentagon zu bleiben. Damit blieben aber auch der Raketenabwehrschirm in Europa und die allgemeine Strategie des Pentagon für eine präventive Kriegsführung im Rahmen der »Full Spectrum Dominance« bestehen. In meinem Buch Apokalypse jetzt! zeige ich, dass schon dann, wenn auch nur eine primitive Raketenabwehr in Polen und der Tschechischen Republik stationiert würde, die Vereinigten Staaten genau das erhielten, was die Planer im Pentagon angestrebt haben, seit Russland 1950 die erste Atombombe zündete – die atomare Vorherrschaft, de facto die Fähigkeit zum atomaren Erstschlag.

Würde der Raketenabwehrschirm vollständig errichtet, dann hieße dies, dass US-Raketen buchstäblich innerhalb von Sekunden Ziele in Russland erreichen könnten; und eine so gespannte Lage hat die Welt noch nicht einmal auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges erlebt. Militärexperten in Moskau betonen, es gäbe für Russland keine Möglichkeit zu erkennen, ob die unter amerikanischer Kontrolle in Polen stationierten Raketen, die sich angeblich nur »zu Verteidigungszwecken« gegen russische Raketen richten, nicht in Wirklichkeit offensive US-Atomraketen sind.

Obama: Alter Wein in neuen Schläuchen

Dass Gates Verteidigungsminister bleiben wird, ist war offiziell noch nicht bestätigt worden, aber es darf angesichts verschiedener Signale vermutet werden, dass das US-Establishment mit Obama – wie wir an dieser Stelle bereits mehrfach geschrieben haben – nur eine kosmetische Veränderung vornimmt und versucht, dieselbe Politik der globalen Herrschaft mit »sanfteren« Tönen fortzusetzen. Im Grunde wird Amerikas Politik genauso aggressiv bleiben, wie sie in den vergangenen acht Jahren unter Bush und Cheney war. Unter Hinweis auf die Raketenabwehr erklärte Gates nach Obamas Sieg öffentlich: »Russland hat von einem Raketenabwehrschild nichts zu befürchten«, und setzte sich bei dieser Gelegenheit erneut dafür ein, das System auf ganz Europa auszudehnen. Nach den jetzigen Plänen sollen bis 2014 zehn Abfangraketen in Polen und eine Radaranlage zur Raketenabwehr in der Tschechischen Republik stationiert werden. Der zweite aussichtsreiche Kandidat für den Posten des Pentagon-Chefs ist Richard Danzig, der unter Clinton Staatssekretär für Marineangelegenheiten war. Er erklärte kürzlich vor Journalisten, das Obama-Team sei »davon überzeugt, die nationale Raketenabwehr sei ein lohnender Bereich, in den man investieren sollte«.

Mutmaßungen besagen, dass Gates, ein Unterstützer der Raketenabwehr, seinen Posten unter Obama behalten wird.

Auch andere Personalentscheidungen deuten darauf hin, dass sich unter Obama außer der Rhetorik in der Außen- und Sicherheitspolitik wenig ändern wird. Das deutlichste Zeichen ist die auffällig schnelle Ernennung des früheren Clinton-Beraters Rahm Israel Emanuel zu Obamas Stabschef im Weißen Haus. Emanuel hat Bushs Invasion in den Irak unterstützt – Emanuels Vater gehörte einst der israelischen Terrororganisation Irgun an; er selbst hat als Freiwilliger bei den israelischen Streitkräften gedient – gilt in Washington als ausgesprochener Kriegsfalke. Einen Namen machte sich Emanuel in der Demokratischen Partei durch seine Fundraising-Beziehungen zu AIPAC, dem American Israel Public Affairs Committee (zu deutsch etwa: Amerikanisch-israelischer Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten), der einflussreichsten pro-israelischen Lobby in Washington. Als Chef des Wahlkampfteams der Demokraten bei den Kongresswahlen 2006 setzte Emanuel alles daran, die Kandidaten der Demokratischen Partei auszuschalten, die den Krieg abgelehnt hatten. Enttäuschte Freunde in der israelischen Friedensbewegung fragen sich jetzt: »Was hat dieser Mann in einer Regierung Obama zu suchen?«

Auch andere Obama-Berater stammen aus derselben Insider-Clique Washingtons und der Wall Street, die schon in der Zeit der Regierung Bush aktiv waren. Richard Holbrooke hat als stellvertretender Außenminister und Botschafter während der Regierungszeit Clintons in den 1990er-Jahren eine Schlüsselrolle beim Krieg im ehemaligen Jugoslawien gespielt. Er setzte die NATO-Ausweitung in Gang und war maßgeblich daran beteiligt, das atlantische Bündnis näher an die Grenzen Russlands vorzuschieben – ein Bruch des Versprechens von Präsident Reagan an Gorbatschow. Holbrooke wird auch die illegale Bombardierung Serbiens durch die Regierung Clinton zur Last gelegt, ein Kriegsverbrechen, bei dem damals Zivilisten und chinesische Diplomaten ums Leben kamen. Holbrook unterhält enge Verbindungen zu Amerikas neokonservativen Kriegsfalken.

Tatsächlich ließ sich Obama während des Wahlkampfs folgendermaßen verlauten: »Ich glaube in der Tat, dass wir wegen Iran und Nordkorea eine Raketenabwehr brauchen, denn die könnten sich Atomwaffen verschaffen und einsetzen.« Obama hat zwar Bedenken geäußert, ein solches Programm sei möglicherweise nicht praktikabel, aber er hat auch erklärt, es sei sinnvoll, »die Möglichkeit des Einsatzes eines solchen Verteidigungssystems in Europa auszuloten«. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat Washington davor gewarnt, den Raketenschild in Europa zu stationieren. »Die Stationierung eines Raketenabwehrsystems würde der Sicherheit nicht dienen«, erklärte Sarkozy bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Russlands Präsident Dmitri Medwedew in Nizza. »Es würde die Lage nur komplizierter machen und uns insgesamt zurückwerfen.«

Der scheidende, bislang im Pentagon für die Raketenabwehr verantwortliche General erklärte am Mittwoch, das System sei »absolut« einsatzbereit. Generalleutnant Henry Obering, der nach vierjähriger Amtszeit als verantwortlicher Leiter des Programms ausscheidet, erklärte, die amerikanischen Interessen würden »ernsthaft verletzt«, falls Obama die Pläne der Bush-Administration aufgäbe, den Raketenschild in Europa zu stationieren. »Wir haben den Eindruck, dass viele von denen, die nicht Teil der Bush-Administration waren, in Hinsicht auf das Programm veraltete Ansichten hegen«, sagte Obering. »Sie denken noch in den Kategorien der Zeit um das Jahr 2000, und seitdem hat sich viel verändert.«

Ein weiteres Anzeichen dafür, dass sich in Washington bei der Raketenabwehr wahrscheinlich kaum etwas ändern wird, war im Oktober die feierliche Grundsteinlegung für eine südlich vom Pentagon gelegene neue Kommandozentrale (Headquarters Command Center) für die Raketenabwehr in Fort Belvoir im US-Bundesstaat Virginia. Das Zentrum soll bis 2010 fertiggestellt sein.

http://info.kopp-verlag.de/news/obama-haelt-an-den-plaenen-der-kriegsfalken-fuer-einen-us-raketenschild-fest.html
hozni
icon01.gif Obama hält an den Plänen der Kriegsfalken für einen US-Raketenschild fest - 27.11.2008, 19:49:46

Gast
ich glaube es bleibt abzuwarten wie es unter seiner präsidentschaft wird.
ich sehe sein grösstes problem im augenblick ist dieses gesund (ohne anschlag) bis zum amtsantritt zu bleiben.--
helmut
Blasius
icon01.gif Obama hält an den Plänen der Kriegsfalken für einen US-Raketenschild fest - 27.11.2008, 21:12:08

8711 Posts - Magyar Vagyok
Kocsis
"Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat Washington davor gewarnt, den Raketenschild in Europa zu stationieren."

Habt ihr euch mal überlegt, warum Tschechien, Polen und der hohe Norden Kanadas für
den Raketengürtel ausgesucht wurde ??

Falls so ein Ding abgeschossen werden muss - Sarkozy dachte da wohl schon etwas
weiter - nämlich an die blühenden Atomkraftwerke:

Nuklearer elektromagnetischer Impuls (NEMP)

Ein nuklearer elektromagnetischer Impuls, abgekürzt NEMP (engl. Nuclear Electromagnetic Pulse) wird indirekt als Folge von intensiver Gammastrahlung in einigen 100 km Höhe über der Erdatmosphäre im Zusammenhang mit dem Erdmagnetfeld in der Atmosphäre durch den so genannten Compton-Effekt ausgelöst. Eine solch starke transiente Gammastrahlungsquelle ist nur durch eine Atomexplosion zu erzeugen.

Bis zum Verbot oberirdischer Kernwaffentests fanden solche Explosionen tatsächlich statt und beschädigten oder zerstörten in den betroffenen Gebieten Versorgungsnetze und Schiffe, so beim Kernwaffentest Starfish Prime über dem Pazifik am 9. Juli 1962.
Alle Schiffe, die im weiten Umkreis unter dem Detonationsort im Pazifik fuhren, hatten auf einen Schlag Elektronikschäden, teilweise sogar Totalausfälle.

Seither weiß man, dass ein nuklear ausgelöster elektromagnetischer Impuls – in der richtigen Höhe ausgelöst – einen ganzen Kontinent binnen Sekunden in die Steinzeit zurückversetzen kann es würde die Elektronik durch Überspannung defekt sein; die Leitungen wären durchgeschmort. Hunderte Millionen Menschen würden auf einen Schlag für Jahre alles verlieren. Kein Wasserkocher, kein Licht, keine elektronischen Überweisungen, kein Internet, keine Trinkwasserversorgung, keine Versorgung mit Nahrung, es kann nichts mehr produziert werden, kein Öl, keine Heizung, keine Operationen mehr in den Krankenhäusern – die Folgen kann man sich kaum vorstellen. Kein Terroranschlag könnte auch nur annähernd große Schäden verursachen – und zwar ohne die geringste Gefahr für den Angreifer.

EMP-Waffen - thermonukleare EMP zünden können die USA, auch Russland und China
und der Iran soll daran experimentieren.
Mark Twain sagte einmal:
"Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht."
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