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balaton-service.info - Das Forum für Ungarn / D i e s & D a s / Dies & Das / Jetzt reist zusammen, was zusammengehört
In diesem Thread befinden sich 5 Posts.
Hunor
icon01.gif Jetzt reist zusammen, was zusammengehört - 25.03.2009, 19:10:52

Gast
Hi ,
kann mich noch ganz gut erinnern.
Ich war 1977 als Tourist das erstemal in der BRD.
Bin über die deutsch-deutsche Grenze ausgereist.
War das ein Aufsehen.Hat lange gedauert, bis ich meinen Pass wiederbekam, sicher dachte man der sei gefäslscht,und die Mitreisenden waren auch sehr erstaunt wie es den möglich sei, dass so eine junge Frau mit kleiner Tochter einfach so mal zu Besuch nach Augsburg !!! fahren kann.
Ich war auch stolz wie Bolle.
Wie das, wird sich mancher fragen.
Ja, ein ungarischer Pass hat es macht´s möglich gemacht.
Karin
Blasius
icon01.gif Jetzt reist zusammen, was zusammengehört - 25.03.2009, 21:54:47

8711 Posts - Magyar Vagyok
Kocsis
Hallo Maria, hallo Karin,

Der Traum vom Reisen – er hat euch sicher mehr beschäftigt als unsereins aus dem
"Nichtsozialistischem Wirtschaftsgebiet".

Wir hätten zwar können – aber erstens ist dazu auch das Geld vonnöten und zweitens
war mir das am Strandrumliegen am Lago Maggiore zu doof, das konnte man auch am
Starnberger See oder am Chiemsee.

Als Beamter verdiente man erstmal nicht die Welt und mit gebrechlichen Autos sollte
man sich eh nicht so weit wagen; Busfahrten hingegen waren mir als Individualist
zuwider – die einzige entlang der türkischen Westküste Troja – Pergamon -
Ephesos/Selcuk – Didyma – Milas war mir eine Lehre – das dumme Gelaber von wegen
„nur alte Steine“

Fortan (spät) habe ich meine Reisen selbst organisiert – ha, mit neuem Auto Frankreich
ganz bereist ohne jegliche Buchung, dto. Italien, Schweiz, Jugoslawien etc. und mit
Rucksack zweimal um die Welt getourt (kam meiner Frau erst hart an – so ohne
Kosmetikkoffer und Bügeleisen)

Die Aussage:
„nur wenige konnten eine Reise nach Moskau, an den Plattensee (der in der DDR nur
Balaton hieß) oder an die Betonburgenstrände der bulgarischen Schwarzmeerküste
ergattern.“ verbinde ich daher auch mit „Geld vonnöten haben“. Meine Tante aus
Köthen/Anhalt konnte und durfte – vom Balaton war sie aber nicht sehr angetan und
die übrige Verwandtschaft konnte es sich finanziell eh nicht leisten.

Klar, Busreisen waren nach der Wende auch für den kleineren Geldbeutel erschwinglich,
aber dass man sich ausser Bayern und Österreich mehr dem Osten zugeneigt fühlt(e),
schreibe ich vielmehr dem Umstand zu, dass die Sprachkenntnisse eine gewisse
Rolle spiel(t)en - so meine Cousine: Moskau ja – Frankreich nein. Cousin und Neffe
haben sich doch getraut – mit jeweils eigenem Auto; Ungarn ist sehr gut, weil nicht so weit.

Ich will damit sagen, dass die Welt für jeden sehr klein bleibt, der sich finanziell das
Reisen nicht leisten kann und Verrückte, die wegen ihrem Urlaub auf Mallorca den
Schmuck in das Pfandhaus tragen, um damit den Nachbarn gegenüber aufzutrumpfen,
gibt es sicher auch.

Gruss von Herbert
Mark Twain sagte einmal:
"Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht."
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