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| balaton-service.info - Das Forum für Ungarn / D i e s & D a s / Dies & Das / Der Biohof Gyürüyspuszta in Ungarn | ||||
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In diesem Thread befinden sich 6 Posts. | ![]() ![]() | |||
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8711 Posts - Magyar Vagyok Kocsis | Der Biohof Gyürüyspuszta in Ungarn Der Hof liegt nur ein paar Kilometer ausserhalb der Hauptstadt, hier lebt man mit den Tieren, nicht nur von ihnen. Eine Idylle für Ausflügler, Familienurlauber und: Gourmets Kaum 3 km hinter Martonvásár *), dem kleinen eklektizistischen Schlösschen mit dem großen reizvollen Park, dass Beethoven als Sommeridylle nutzte, in dem er angeblich sogar komponiert haben soll, wenn ihm die gräflich Brunswickschen und die Erdödy-Töchter dazu noch Zeit und Kraft gelassen haben, kaum 3 km also hinter diesem Promi-Hot-Spot liegt das Dorf Kajászó. Eines jener zahl- wie reizlosen Straßendörfer, denen man durch Nichterwähnung einen wirklichen Gefallen tut und in welchen sich die Menschen mit der umherliegenden Natur einen Wettbewerb um Gleichmut und Ödniss liefern. Anmerkung von Herbert *) Martonvásár liegt an der parallel zur M7 verlaufende 70er im Süden von Budapest, die man in Baracska in westlicher Richtung verlässt, die M7 unterquerend, erreicht man nach 5 km Kajászó Ein Stück ausserhalb dieses Dorfes verliert die Strasse die Lust am Strasse sein, das Navigationsgerät spielte kurz mit Suizidigedanken, da hat der Schöpfer nächst eines fast befahrbahren Feldweges einen abfallenden, ringförmigen Knick in die Landschaft gefaltet, den ein Gutmeinender auch als Tal bezeichne würde, wären da irgendwo Berge. Und nannte es Gyürüspuszta, was sinngemäss mit "ringförmige unaussprechliche Einöde" zu bezeichnen ist. Hier, wo nicht einmal die Einheimischen noch etwas vermuten, arbeitet und lebt die Frankfurterin Svenja Cyrys, wobei Arbeit und Leben hier eher nicht zu trennen sind. Eine Tierärztin (sie studierte in Budapest), die sich der völlig heruntergekommenden Stallungen und Wirtschaftsgebäude aus dem 18. Jahrhundert, die einst in Besitz der Bierdynastie Dreher waren, annahm und als Biolandwirtin den Traum vom selbstbestimmten und harmonischen Sein umsetzt, den andere nur haben. Die Gebäude sind behutsam und stilgerecht renoviert. Wir finden in fast provokanter Ruhe herumpickend, schlendernd und äsend: Hühner, Fasane, Perlhühner, Esel, Ziegen, Schafe (hier nur einige "Schaustücke", eine 500er Herde ist auf Wanderschaft) - , eine Arche ohne Wasser ist das hier. Pferde in verschiedenen Größen und Temperamenten warten darauf eingeritten zu werden. Hinter dem Gemüsegarten schnaufen die Schweine, eine Mangalicza und Lappany-Zucht, samt Kreuzungen, die nicht nur schmackhafte sondern auch cholesterinarme Genüsse versprechen. Schon an der ausgesprochen gleichmütigen, unhektischen Reaktion auf den Fremden erkennt man das Biodasein. Ungestresste Tiere, die mit natürlichem Grünzeug (es gehören rund 40ha zum Anwesen) gefüttert, bei genügend Platz und artgerechtem Unter- und Hintergrund ein wirkliches Leben führen dürfen. Eigentlich das Mindeste, dass wir Menschen tun sollten, bevor wir uns ihrer bedienen und ihres Fleisches bemächtigen, und, weiss Gott, das werden wir, fallen einem hier doch die Rezepte gleich im Dutzend ein. Die Kunden des Hauses sind selten Ungarn, erzählt Svenja Cyrys, die vor sieben Jahren nach Ungarn zog, eher schon österreichische Privatkundschaft, die nicht nur die Qualität zu schätzen weiss, sondern sich diese auch leisten kann und zudem noch Staat mit der exotisch klingenden Herkunft macht. Dabei gibt es auch Wolken im Paradies: EU-Verordnungen machen das gewerbsmässige Schlachten im eigenen Hause zukünftig fast unrealisierbar. Dabei ist nicht mal der Vorschriftenwust selbst das Problem, sondern die Verwirrung, die entsteht, wenn Brüsseler Papierberge in ungarisches Nationalrecht transkribiert wird, um sodann von arglosen Beamten zerkontrolliert zu werden. Im Ergebnis würde dann das über Jahre konsequent ökologisch und würdevoll aufgezogene Tier durch Transport und stressige Schlachtung wieder zum Viehzeug degradiert. Wer dabei gewinnt, sind allein die kapitalstarken Massenbetriebe, die sich in der Umgebung, von alten Seilschaften kommend in neue Feudalstrukturen rekonstruieren, der kleine Bauer wird wieder an den Rand gedrängt. Einige spartanisch-schöne Gästeappartements warten auf Besucher. Besonders Familien mit Kindern sei dieser Fleck empfohlen. Die Kleinen können mithelfen in den Ställen, die Tiere erleben, anfassen, auf ihnen reiten. Hier kann man einmal mit Tieren leben, nicht nur von ihnen. Es wird niemandem langweilig werden, auch wenn es keine Fernseher gibt hier draussen. Auf Zuruf kommt auch eine Zigeunerkapelle, gibt es ungarisches Essen. werden Kutschfahrten organisiert. Auch für Budapester, die einfach mal einen kleinen Ausritt unternehmen möchten, hat man hier die richtigen Tiere und Wege. Kein Fernsehteam begleitet dieses "Experiment Bauernhof um 1900" oder wie all diese Reality-Possen heissen. Das ist das wirklich wahre Leben hier, eine Idylle, wie man sie nur selten noch findet. Ein - im besten Sinne - reizarmer Ort in der ewig überreizten Welt. gefunden auf http://www.pesterlloyd.net/2009_25/0925adbiohof/0925adbiohof.html Mark Twain sagte einmal: "Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht." | ||||
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8711 Posts - Magyar Vagyok Kocsis | Leider wohnen wir am falschen Ort !!! Für denjenigen, der von Budapest Richtung Balaton fährt, vielleicht eine gute Gelegenheit, sich mit "Natur pur" einzudecken - und aber Kühltasche nicht vergessen!!! Initiative: Biokorb 1x wöchentlich werden die frischen Biolebensmittel nach Budapest geliefert. Die Bezahlung erfolgt per Monatspauschale (100 Euro/28.000Ft pro Monat), die Zusammenstellung des Biokorbes pro Familie übernimmt die Natur und die Biobäuerin. Je nach Saison und Schlachtung gibt es Obst, Gemüse, Fleisch (Lamm, Ziege, Huhn,Gans, Mangalica, Perlhuhn), Holundersirup aus den schwarzen Beeren, Milch, Eier, Honig vom benachbarten Imker, Ziegenkäse, Nüsse und Marmelade. Der grüne Korb bringt uns 1x pro Woche gesunde Lebensmittel und gibt uns das Gefühl den Fortbestand eines gesunden Biohofes zu sichern, der für die Familien arbeitet und nicht für den freien Markt auf dem sich Bioprodukte mit Disconterprodukten messen müssen. So tragen wir zur gleichbleibenden Qualität gesunder Lebensmittel bei und tuen uns und unseren Familie was richtig Gutes. Lassen Sie sich jede Woche überraschen! Lassen Sie es uns probieren, uns mal von der Natur und nicht von unserem Einkaufszettel inspirieren zu lassen. Lassen Sie uns etwas unternehmen: für ein gesünderes Leben und einen gerechteren Markt . Wir können was bewegen! **) Interesse? Tel. Svenja Cyrys 06 20 2433728 biohofungarn.com **) guter Slogan und das lässt ja noch hoffen: (für Klein-Konsumenten ???) "Auf Anfrage auch Lieferung nach Wien, Niederösterreich und ins Burgenland." - Editiert von forummano am 15.06.2009, 16:43 - Mark Twain sagte einmal: "Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht." | ||||
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8711 Posts - Magyar Vagyok Kocsis |
ja, Karin. kann man auch so sehen; aber da dies für die Journaille eine Bezahlaktion ist bzw. dafür Werbung geschalten wurde, sehe ich eher eine Provokation drin, die vom Schreiber vielleicht so gewollt ist - auf der Homepage der Svenja Cyrys findet sich das nicht. und jedenfalls heisst die Botschaft auch: Vorsicht - teuer!! oder auch: nicht gerade billig ökologische Freilandhaltung und Verzicht auf chemische Keulen hat auch seinen Preis und die Lieferung frei Haus im Umkreis von 40 km ist klar im Preis miteinkalkuliert - wäre noch die Frage: gibt es für "Selbstabholer" ein Entgegenkommen im Preis ? man könnte ja mal eine gezielte Spazierfahrt machen. Gruss von Herbert Mark Twain sagte einmal: "Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht." | ||||
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Gast | Hi Herbert, ist mir schon klar das Bio-Lebensmittel ihren Preis haben und wenn da wo Bio draufsteht auch Bio drin ist, ist dagegen auch nichts einzuwenden, sondern dann ist der Preis auch wirklich gerechtfertigt. Nur ist es eben ein Unterschied, ob wir den Beitrag lesen oder ein Ungar. Da ist die Sichtweise doch eine ganz andere!! Vieles sieht doch dann so aus, als ob die Ungarn gerade mal darauf gewartet haben, dass XYZ aus Dinsgbums kommt und dem Volk sagt wo es langgeht. Das hat nix damit zu tun, dass wir hier auch gerne mal über Handwerker motzen etcpp. Aber solche Dinge sind schriftlich schwer wiederzugeben. Karin | ||||
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8711 Posts - Magyar Vagyok Kocsis | Hallo Karin, wieviel Ungarn wird es denn geben, die das überhaupt lesen; also gehe ich mal nicht davon aus dass es überhaupt an diese gerichtet ist.... Provokation eher - "du kannst es dir doch leisten - also tu es" also aufhängen würde ich mich daran nicht; wäre vielleicht noch die Möglichkeit, die Frau von Karl zu befragen, aber es hängt auch mit von der persönlichen Lesart ab Gruss von Herbert Mark Twain sagte einmal: "Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht." | ||||
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