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| balaton-service.info - Das Forum für Ungarn / A k t u e l l e s / Was man gerade erfahren hatt / Nabucco: Viel Pomp für eine Gasleitung | ||||
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In diesem Thread befinden sich 5 Posts. | ![]() ![]() | |||
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8711 Posts - Magyar Vagyok Kocsis | Nabucco: Viel Pomp für eine Gasleitung DER STANDARD, Printausgabe, 13.7.2009 Der Staatsakt in der Türkei hat auch die geopolitische Rolle der EU im Blick Wenn heute die Fanfaren zur Unterzeichnung der Nabucco-Verträge in der Türkei erklingen, wird viel von der Reduktion der Energieabhängigkeit Europas von Russland die Rede sein, auch von einem Meilenstein in Sachen gemeinsamer EU-Außenpolitik, die sich zunehmend auf dem Energiesektor abspielt. Doch stellt die Errichtung der Gasleitung wirklich jenen Befreiungsschlag dar, der Nebukadnezar (Kurzform: Nabucco) gegen babylonische Tyrannei gelang - oder wird Europas Großmannssucht mit Wahnsinn bestraft, wie es dem Titelhelden in Verdis Oper widerfuhr? lies weiter auf http://derstandard.at/fs/1246542008219/Nabucco-Viel-Pomp-fuer-eine-Gasleitung Mark Twain sagte einmal: "Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht." | ||||
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8711 Posts - Magyar Vagyok Kocsis | Nabucco - das ist doch eine Lach-Nummer, Karl - Kasachstan und Turkmenistan haben den Löwenanteil ihrer Förderung in Verträgen mit einer Laufzeit bis zu 25 Jahren an Gasprom verkauft. - Usbekistan hat seine Förderung seit Ende Januar an Gazprom verkauft - das Schah-Deniz-Feld südöstlich von Baku, auf das die EU setzte, da hat sich Medwedew inzwischen die Vorkaufsrechte gesichert und im Iran will Gazprom das im Südpars-Feld geförderte Gas zusammen mit Teheran auf den indischen Subkontinent exportieren und Nabucco wird erst wirtschaftlich bei voller Auslastung, das wären 31 Milliarden Kubikmeter Gas per Jahr, kein Mensch weiss, woher die angedachten 5 - 8 Milliarden Kubikmeter für den Anfang herkommen sollen und da kann der neue Berater Joska Fischer auch nichts dran ändern. Die BTC, die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline ist seit drei Jahren ein Riesenverlustbringer für die Betreiber. das Geld wäre besser für Strom aus der Sahara verwendet denn für Objekte, die nie rentabel werden - aber die Allgemeinheit muss das alles wieder mitbezahlen Gruss von Herbert Mark Twain sagte einmal: "Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht." | ||||
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Gast | Herbert, Wieder mal ein trauriges Kapitel machtpolitischer "Spielchen". Ich habe mich sowieso gestern gefragt, was bei der reinen EU-Veranstaltung die US-Repräsentanz dort will. Im Iran ist nun Eile geboten, um doch noch die Ressourcen zu bekommen. Da die "friedlichen Revolution" offensichtlich nicht geklappt hat, bleibt nur noch ein schneller Krieg. Ein Vorwand wird sich doch wohl finden lassen. Auch in China scheint das mit der "saften Revolution" nicht zu klappen, um an Öl und Gas heranzukommen. Da wird nur die Dollarentwertung als Waffe helfen. Möglich, dass das aber für die USA und seine Unterstützer nach hinten los geht, wenn die Chinesen das rechtzeitig richtig einschätzen. Im Moment setzt China die Dollarreserven für die Erschließung von Gasfelder und Rohstofffeldern auch in dem für die USA und die EU interessanten Gebieten ein. Das sichert die energetische Zukunft und hilft die Verluste beim möglichen Zusammenbruch des US-$ zu minimieren. Damit den USA Afrika nicht ganz aus den Händen gleitet, war er zu einem schnellen Besuch auf diesem Kontinent. Das Afrikacorps soll es dann im Weiteren richten und "demokratische Regime" an die Macht helfen. - Vor allem doch aber den Einfluss China und Russland zurückdrängen - denke ich. Und was macht China so falsch, dass es den USA nicht passt? Infrastrukturaufbau gegen Rohstoffen. Ist das ein so schlechte Konzept? Das US-Konzept: "Krieg für Demokratie und Freiheit", ist natürlich besser für die Rüstungsindustrie und spült das Geld in die eigenen Taschen. Außerdem hat man dann noch den Einfluss auf die Ressourcen. – Das Leid der betroffenen Menschen ist nicht von Interesse. Was ist nun das bessere Konzept? Gruß Karl TD | ||||
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8711 Posts - Magyar Vagyok Kocsis | Die politische Pipeline Nabucco ist nun auf Papier fixiert, wie geht es weiter? Am Montag unterzeichneten Ungarn, Österreich, Rumänien, Bulgarien und die Türkei in Ankara eine "gemeinsame politische Erklärung" zur Errichtung der Nabucco-Gaspipeline. Die Initiative dazu ging von Ungarn aus, dass als Transitstaat des Projektes Planungssicherheit haben wollte. Doch Iran, Irak und Georgien eignen sich wohl kaum als Garanten für Energiesicherheit. Wie geht es nun weiter? lies weiter auf http://www.pesterlloyd.net/2009_29/0929nabucco/0929nabucco.html Mark Twain sagte einmal: "Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht." | ||||
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