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balaton-service.info - Das Forum für Ungarn / A k t u e l l e s / Was man gerade erfahren hatt / Ministerpräsident Putin zu Gesprächen in Ankara
In diesem Thread befinden sich 7 Posts.
Blasius
icon01.gif Ministerpräsident Putin zu Gesprächen in Ankara - 06.08.2009, 13:41:28

8711 Posts - Magyar Vagyok
Kocsis
Ministerpräsident Putin zu Gesprächen in Ankara
Mit türkischer Hilfe mehr Gas aus Russland


Die Türkei gilt als Schlüsselland für die Energieversorgung Europas. Deshalb will Russlands Ministerpräsident Putin auch bei der Gasversorgung enger mit der Regierung in Ankara kooperieren. Wichtige Themen des heutigen Treffens sind die Nabucco- und die Blue-Stream-Pipeline.

Von Ulrich Pick, ARD-Hörfunkstudio Istanbul

Wenn der russische Ministerpräsident Wladimir Putin heute zu Gast in Ankara ist, liegt vor ihm eine reichlich gefüllte Gespächsliste, besonders mit Fragen zur Energie- und zur Kaukasus-Politik. Ganz oben dürfte die Nabucco-Pipeline stehen, die Erdgas aus Aserbaidschan, Turkmenistan und Irak transportieren und das durch die Türkei.

lies weiter auf
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/putinmoskau100.html
Mark Twain sagte einmal:
"Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht."
kleck
icon01.gif Ministerpräsident Putin zu Gesprächen in Ankara - 06.08.2009, 20:55:45

Gast
Die Projekte sind wesentlich weitreicheder.

So wird Russland zur Stabilisierung der türkischen Gasversorgung unterirdische Gasspeicher bauen.

Russland und die Türkei erwägen gemeinsame Weltraumprojekte.
So soll demnächst ein türkischer Satellit mit einer russischen Rakete in den Weltraum gebracht werden und weitere gemeinsame Projekte erarbeitet werden.
So wurde erklärt, dass es "insbesondere um die Fernerkundung der Erde, die Anwendung des russischen Navigationsnetzes GLONASS und die gemeinsame Entwicklung von Satelliten" geht.

Also, nicht nur vordergründig um die beiden konkurrierenden Erdgastrassen.

Gruß

Karl TD
Blasius
icon01.gif Ministerpräsident Putin zu Gesprächen in Ankara - 07.08.2009, 07:05:31

8711 Posts - Magyar Vagyok
Kocsis
Gas-Wettlauf: Moskau punktet gegen EU

06.08.2009 | 18:18 | (Die Presse)

Die Türkei öffnet sich nach der Nabucco-Einigung auch für Putins Pipeline und wird Energiedrehscheibe. Ob der Durchbruch bei South Stream eine Bedrohung für das Nabucco-Projekt darstellt, darüber gehen die Meinungen auseinander.

Wien (gau). Wie sich die Bilder gleichen: Erst vor dreieinhalb Wochen marschierten Kanzler und Minister aus Österreich, Ungarn, Rumänien und Bulgarien in Ankara auf. In einer feierlichen Zeremonie unterzeichneten sie mit dem türkischen Premier Recep Tayyip Erdogan das Abkommen zum Bau der Nabucco-Pipeline, mit der Europa seine drückende Abhängigkeit vom russischen Erdgas lindern will.

lies weiter auf
http://diepresse.com/home/wirtschaft/eastconomist/500838/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/eastconomist/index.do
Mark Twain sagte einmal:
"Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht."
Blasius
icon01.gif Ministerpräsident Putin zu Gesprächen in Ankara - 07.08.2009, 08:17:30

8711 Posts - Magyar Vagyok
Kocsis
Damit musste die EU rechnen:

Erdogan ist der unsichere Kantonist bei der Nabucco-Geschichte;
ihm ging es nur darum, dass die Türkei Energie-Drehscheibe wird
und letztendlich ist ihm genausowenig zu trauen wie der
Ukraine beim Gaskrieg mit Russland im letzten Winter -

weil sich die Merkel sich gegen den schnellen EU-Beitritt der Türkei
sperrt, kam prompt Erdogan's Rache

und wer sitzt da mit im Boot - Silvio Berlusconi

jetzt wird die von Merkel forcierte milliardenteure Nabucco-Pipeline
- ohne Gas !!! - zur Lachnummer


Mit Southstream wird zwar dann die Ukraine umgangen -
dafür sitzt dann die Türkei am Gashahn

und mit mit Schröder's Northstream geht auch nichts vorwärts;

tja. die holländischen Gasreserven sind nun rund 33 Mrd. cbm
mehr als bisher vermutet und wenn das ungarische Gasfeld bei
Mako, eines der größten Gasvorkommen Europas rund 600 Mrd.
in Betrieb geht (Kosten von 1.000 cbm.Förderung sollen 15,3 Euro
kosten - "wenn E.on nicht beteiligt ist" - anstatt 300 Dollar
Weltmarktpreis)

Merkel's Lachnummer - der Steuerzahler muss halt auch
noch dafür bluten, aber das war ja alles vorher schon bekannt

Gruss von Herbert
Mark Twain sagte einmal:
"Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht."
Blasius
icon01.gif Ministerpräsident Putin zu Gesprächen in Ankara - 07.08.2009, 08:49:18

8711 Posts - Magyar Vagyok
Kocsis
als Info aus 2006:
http://volksgruppen.orf.at/kroatenungarn/aktuell/stories/60974/

als Info: Die erschließbaren Erdgasreserven in den Niederlanden sind größer als bisher angenommen
http://www.agcs.at/service/news/4821084871/

Diese sinnlose Investition von 10 - 14 Mrd. für Nabucco in
von Merkel & Co anstatt in Wind- und Sonnenenergie investiert:

wieviel Öl und Gas könnte man dadurch einsparen???


Gruss von Herbert
Mark Twain sagte einmal:
"Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht."
Blasius
icon01.gif Ministerpräsident Putin zu Gesprächen in Ankara - 07.08.2009, 14:35:28

8711 Posts - Magyar Vagyok
Kocsis
ganz meine Meinung, was der Herr Lugar zu Nabucco zu sagen hat

http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1041875
Mark Twain sagte einmal:
"Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht."
kleck
icon01.gif Ministerpräsident Putin zu Gesprächen in Ankara - 07.08.2009, 15:06:27

Gast
Es ist eigentlich nicht zu verstehen, warum wir uns dem inszenierten Russlandfeindbild anschließen.
Dass sich Russland nicht als "Kolonialstaat" führen lässt, ist doch wohl verständlich.
Also, sollten wir es akzeptieren und konstruktive politische und wirtschaftliche Beziehungen mit ihm aufbauen.

Partnerschaftliche Verträge sind da immer besser als die gegenwärtige Politik der Dämonisierung, die ja wohl aus einer bekannten Ecke kommt, der wir uns leider kritiklos anschließen.

Und die Misere vom letzten Winter war doch wohl durch die Ukraine inszeniert. - Welcher andere Staat würde es sich wohl gefallen lassen, Lieferungen zu empfangen und dafür nichts zu bezahlen bzw. sich den Preis diktieren zu wollen. Den VErhandlungsabbruch hat ja wohl der ukrainesche Präsident kurz vor einem Vertragsabschluss veranlasst.

Mit der Abkehr von Russland hatte sich doch wohl die Ukraine die Sonderkonditionen aus ehemaligen Sowjetzeiten verbaut. Und die neuen Freunde sagen mit recht - keine Leistung ohne Gegenleistung. -
Nun sitzt die Ukraine zwischen zwei Stühlen und die Europäer müssen es ausbaden.
Die USA beziehen ihre Gas und Öl aus anderen Quellen. Die stört es halt nicht.

Ob die Türkei eine zuverlässigerer Transitpartner wird, wage ich auch zu bezweifeln. Das ganze Projekt ist auf "Sprengstoff" gebaut, denn die Region steht vor eine Explosion.

Möglicherweise werden wir dann noch glücklich sein, wenigstens die Ostseepipeline zu haben. Da kann nur ein Partner am Schieber drehen. – Gut, wenn da die Beziehungen stimmen!

Gruß

Karl TD
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