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balaton-service.info - Das Forum für Ungarn / A k t u e l l e s / Tagesgeschehen / Unglück!!!!!!!!
In diesem Thread befinden sich 60 Posts. [ Seite: 1 2 3 ]
Pitti
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 06.10.2010, 10:45:22

Gast
Auf der Homepage der MAL AG gefunden:

Umweltschutz

Unsere Gesellschaft hat sich weitgehend verfplichtet, die auf die Umwelt geübten negativen Wirkungen zu minimalisieren und die europäischen Vorschrifte einzuhalten. Der Schutz der Reinheit der natürlichen Wasser und Luft sind durch moderne Technologien und Einrichtungen gesichert.

Der Rotschlamm wird in gut lokalisierten, modern ausgebauteten, betriebsicher und mit Monitoringssystem versehenen Deponien gelagert. Grosse Aufmerksamkeit wird auf die Rekultivation der Rotschlammdeponien gerichtet, die Abdeckung der bereits aufgefüllten Becken mit Ackererde und Pflanzen ist kontinuierlich. Das Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 wurde im Jahre 1999 eingeführt.

Na ist das nicht toll................. http://deutsch.mal.hu/engine.aspx?page=termekeink

MfG Pitti
Hunor
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 06.10.2010, 11:10:28

Gast
Zitat:
Original von grillz
Jetzt fangt hier nicht an, über den Umweltschutz in Ungarn zu diskutieren! Arbeite hier in der Industrie und auch mit Firmen zusammen, die garantiert keine sauberen Stoffe ausstoßen.

Was die so alles treiben wollen wir lieber nicht wissen, und einer der Hauptgründe ist, dass es alleine schon garnicht die Möglichkeit gibt, mache Stoffe hier gescheit zu entsorgen. Das ist natürlich kein Freifahrtschein, aber es ist leider so.

Umweltschutz ist hier einfach klein geschrieben, vom Privathaushalt bis hin zu den Firmen, wer was anderes behauptet, sollte mal die Augen aufmachen!



da stellt sich mir doch gleich die Frage: Das sind ungarische Firmen?? das sind doch wohl zu 80% in Ungarn ansässige ausländische Firmen (bei der MAL weiß auch keiner so richtig wer dahinter steckt)

Pitti
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 06.10.2010, 12:45:04

Gast
Hallo Karin,

die staatliche Bauxit Gesellschaft wurde nach der Wende an die Direktoren verramscht, die gesamten umfangreichen Wohnungen konnten die Mitarbeiter für ganz wenig Geld erwerben und das wurde für alle ein gutes Geschäft.
Ich kannte 2 Direktoren und wir haben sehr oft in der Bauxit eigenen modernen Kegelbahn gekegelt,
ja so was gab es unter sozialistischen Zeiten.............
Dann hieß es die Qualität des Bauxit wäre zu schlecht und sie wollten dicht machen, der Staat butterte Geld dazu um die Arbeitsplätze zu retten.
Heute wird nicht mehr viel gefördert und dieses Bauxit wird mit besserer Qualität aus Rumänien gemischt, kann das heute noch ein Geschäft sein?.............
Jetzt nochmal zu dem Dammbruch ich habe gesehen wie viele Lecktagen es an den Damm schon gab, man konnte die Sickerstellen sehen und auch kleine Bäumchen wuchsen dort.
Ach ich wollte mich ja darüber enthalten und kein Kommentar mehr abgeben, aber Umweltschutz ist in Ungarn leider manchmal immer noch ein Fremdwort.

Mit lieben Gruß Pitti
grillz
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 06.10.2010, 15:19:56

103 Posts - Langzeit Urlauber
Ausgewandert
Zitat:
Original von Hunor
Zitat:
Original von grillz
Jetzt fangt hier nicht an, über den Umweltschutz in Ungarn zu diskutieren! Arbeite hier in der Industrie und auch mit Firmen zusammen, die garantiert keine sauberen Stoffe ausstoßen.

Was die so alles treiben wollen wir lieber nicht wissen, und einer der Hauptgründe ist, dass es alleine schon garnicht die Möglichkeit gibt, mache Stoffe hier gescheit zu entsorgen. Das ist natürlich kein Freifahrtschein, aber es ist leider so.

Umweltschutz ist hier einfach klein geschrieben, vom Privathaushalt bis hin zu den Firmen, wer was anderes behauptet, sollte mal die Augen aufmachen!



da stellt sich mir doch gleich die Frage: Das sind ungarische Firmen?? das sind doch wohl zu 80% in Ungarn ansässige ausländische Firmen (bei der MAL weiß auch keiner so richtig wer dahinter steckt)



Hunor, das tut nichts zur Sache.

Die meisten Unternehmen hier sind doch inzwischen in ausländischer Hand (natürlich gibt es Ausnahmen), aber egal bei welchen Unternehmen auch immer, sind es letzt endlich Ungarn, die an den Hebeln für Umweltschutz sitzen. ALso nicht auf irgendwelche Inhaber, Invenstoren oder sonst jemand schieben.

Das ganze zieht sich doch wie gesagt durch die ganze Gesellschaft! Wie wieviel Leute gibt es die ihren Sondermüll irgendwo hinkippen, hinfahren oder sonst was. Warum machen Sie es? Ja hier gibt es keine Deponie/Bauhof/Sondermüllhandel wo man sowas hinbringen kann. Das ist bei uns in DE etwas anders. Daher sind die Sachen hausgemacht, von ganz oben bis ganz unten, letztlich hat keiner Geld für Umweltschutz.

Grüße,
Hunor
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 06.10.2010, 20:39:33

Gast
Zitat:
Ja hier gibt es keine Deponie/Bauhof/Sondermüllhandel


falsch grillz ,
hier gibt es sehr wohl "Müllhöfe" wo man seinen Schrotti entsorgen kann

Zitat:
lakossági hulladékudvar a háztartásokban keletkezö veszélyes és speciális hulladék átvételét végzi.
kostenlos!!
und man sollte es kaum glauben, die werden sogar genutzt!!

http://hulladekudvar.hu/tartalom/hulladekudvar_fogalma


hunor
Hajrá
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 06.10.2010, 21:29:29

3590 Posts - Magyar Vagyok
Basti
Zitat:
Original von grillz
Zitat:
Original von Hunor
Zitat:
Original von grillz
Jetzt fangt hier nicht an, über den Umweltschutz in Ungarn zu diskutieren! Arbeite hier in der Industrie und auch mit Firmen zusammen, die garantiert keine sauberen Stoffe ausstoßen.

Was die so alles treiben wollen wir lieber nicht wissen, und einer der Hauptgründe ist, dass es alleine schon garnicht die Möglichkeit gibt, mache Stoffe hier gescheit zu entsorgen. Das ist natürlich kein Freifahrtschein, aber es ist leider so.

Umweltschutz ist hier einfach klein geschrieben, vom Privathaushalt bis hin zu den Firmen, wer was anderes behauptet, sollte mal die Augen aufmachen!



da stellt sich mir doch gleich die Frage: Das sind ungarische Firmen?? das sind doch wohl zu 80% in Ungarn ansässige ausländische Firmen (bei der MAL weiß auch keiner so richtig wer dahinter steckt)



Hunor, das tut nichts zur Sache.

Die meisten Unternehmen hier sind doch inzwischen in ausländischer Hand (natürlich gibt es Ausnahmen), aber egal bei welchen Unternehmen auch immer, sind es letzt endlich Ungarn, die an den Hebeln für Umweltschutz sitzen. ALso nicht auf irgendwelche Inhaber, Invenstoren oder sonst jemand schieben.

Das ganze zieht sich doch wie gesagt durch die ganze Gesellschaft! Wie wieviel Leute gibt es die ihren Sondermüll irgendwo hinkippen, hinfahren oder sonst was. Warum machen Sie es? Ja hier gibt es keine Deponie/Bauhof/Sondermüllhandel wo man sowas hinbringen kann. Das ist bei uns in DE etwas anders. Daher sind die Sachen hausgemacht, von ganz oben bis ganz unten, letztlich hat keiner Geld für Umweltschutz.

Grüße,


Schwachomat....
Der totale Urlaub am Balaton....
Fischerlucky
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 07.10.2010, 07:04:17
Skype: fischerlucky
393 Posts - Fast Auswanderer
Großfürst
http://www.nachrichten.at/nachrichten/weltspiegel/art17,478876,D::sts38834,1741
Realität ist nur eine Illusion, die durch Mangel an Alkohol hervorgerufen wird.

grillz
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 07.10.2010, 08:42:32

103 Posts - Langzeit Urlauber
Ausgewandert
Sagmal Leute, habt ihr alle die Augen zu wenn ihr mir mal irgendwo ausserhalb der Stadt evtl. spazieren geht? Evtl. ist am Balaton ja auch alles schöne heile Welt. Aber hier, ganz sicher nicht.

Gerade letztens wieder eine Kutschfahrt mit englischen Gästen gemacht, ich weiß garnicht an wieviel Stellen wir vorbeikommen, wo von Bauschutt, Autobatterien, Fernseher, Altöl, alles dabei ist. Teilweise waren ganze ABschnitte damit übersäht.

Und Hajra, danke für dein Kommentar, leider basiert meine Aussage aber auf Tatsachen. Aktuelles privates Beispiel gibt es auch wieder, kein SOndermüll, sondern quasi Kompost bzw. Baumüberreste. Keine Chance das hier irgendwo hinzubringen.

Danke Hunor, leider wird es aber wohl nicht ausreichend genutzt.

Hajra, danke auch an dich, für deinen sehr qualifizierten Beitrag. Meinste ich denk mir das alles aus oder wie? Viel Spaß weiterhin beim AUgen schließen!
Karoly
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 07.10.2010, 17:17:24
Skype: karl.englert
1009 Posts - Eingebürgerter
Karoly
Basti sieht fast alles durch die rosarote Brille. Sobald es bei uns im Ort dunkel wird, kommt es sehr oft vor, dass man fast nicht mehr atmen kann. Es werden Kunststoffabfälle, alte Autoreifen und wer weiß, was sonst noch verbrannt. Dass sich die Verursacher dabei auch selbst schaden, scheint nicht bekannt zu sein. Was grillz über die wilden Müllablagerungen schreibt, kann ich nur bestätigen. Auch wenn dies Basti jetzt wieder nicht so richtig passt, hier ist noch vieles im Argen, was die Umwelt anbetrifft.
Während der Saison wird bei uns zweimal wöchentlich der Müll abgeholt. Jeder Haushalt ist verpflichtet, eine Mülltonne zu benutzen, wofür man ja auch bezahlt. Trotzdem reicht dies für viele nicht aus. Was nutzt die Androhung drastischer Strafen, wenn keine Kontrollen durchgeführt werden. Fast jeder Autofahrer hat sein Handy während der Fahrt am Ohr, nur dies als Beispiel fehlender Kontrolle. Die Strafen dafür sind drastisch, doch was solls!?
Leben ist die Kunst, aus falschen Voraussetzungen die richtigen Schlüsse zu ziehen!
Peter2
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 07.10.2010, 21:07:36

3306 Posts - Magyar Vagyok
Schade das es nicht vor der Bürgermeisterwahl passiert ist, dann wäre den Leuten von Orban Entschädigungen versprochen worden, jetzt soll das Ausland, sprich EU helfen.
( Laut Wahlversprechen will er den Ungarn helfen , die ihre Immobilien-Kredite nicht bezahlen können, sind diese Leute nicht viel schlimmer drann? )
Wie gesagt, die Wahl ist vorbei, leider.

MfG

Peter
herbert1
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 08.10.2010, 05:12:19

2353 Posts - Magyar Vagyok
Im französichen Fernsehen TV5 sagte Ministerpräsident Orban in einem
Interview ...die jetzt havarierte Deponie sei vor wenigen Tagen kontrolliert
worden ..."es sei alles in Ordnung" gewesen.
Es liegt mir fern ausgerecht Orban die Schuld an der Katastophe zu
geben ...es ist jedoch bezeichnend, dass er sich verbal vor die Betreiber
der (ganz offensichtlich) eben gerade nicht umweltsicheren Deponie
stellt.
Es ist ein postsozialistisches Phänomen, dass sich in solchen Gesellschaften
fast immer im Ernstfall alle Verantwortlichen auf "Zufall...die bösen
Anderen oder eine Verschwörungstheorie " berufen.
Selbst hat natürlich niemand einen Fehler gemacht ...denn (welch
Wunder) gestern war ja "alles noch in Ordnung".
Die Hilflosigkeit der politischen Klasse (Orban)wurde in diesem
Interview offensichtlich.... denn statt nur reflexhaft zu Unglücks-
ort zu eilen und nichtssagende Kommentare abzugeben ...hätte
man erwarten können:
Professionelles Vorgehen:
1 die Katastophe wird als Aufgabe angenommen.
wer macht ab heute was ...zur Schadensbegrenzung ?
Feuerwehr, Zivilschutz, Militär usw usw ?
2 die Verantwortlichen werden ermittelt
...keine Schuldzuweisung aber legale Recherche
3 Das Unglück wird zum Anlass genommen ...ähnliche
Deponie auf die dortige Sicherheitslage hin zu überprüfen
(Ziel ...Vermeidung weiterer Unglücke)
4 ggf internationale Hilfe anfordern ...zur Schadensbegrenzung
(Donaukontamination)
An diesem Beispiel lässt sich sehr gut aufzeigen, wo Politik
für den Bürger und wo nur als "Fensterrede" rüberkommt.
Denn für die Menschen vor Ort (bzw in Ungarn) in Ihrer
Not wäre es ganz egal welcher Partei die Politiker angehören,
die Hauptsache ...den Menschen wird geholfen.
Mit nichtssagenden Sprüchen im roten Schlamm mit
Gummistiefeln und besorgtem Gesicht ist niemand
auch nicht der versauten Landschaft geholfen.

herbert 1 (Hans Stein)
Hajrá
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 08.10.2010, 11:06:44

3590 Posts - Magyar Vagyok
Basti
100 % richtig.....nur so funktioniert das.Interessant auch diverse Video Trailer von Privatleuten(nicht Presse) wurden von Beginn an gemacht.
Unter Iszap bei You Tube eingeben,dann sieht man mehr als im Fernsehen.
Sind manchmal etwas verwackelt,aber man kann sich da mehr vorstellen.
In Devenscer fahren auch schon wieder die Busse.......
Der totale Urlaub am Balaton....
grillz
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 08.10.2010, 12:55:42

103 Posts - Langzeit Urlauber
Ausgewandert
Zitat:
Original von herbert1
Im französichen Fernsehen TV5 sagte Ministerpräsident Orban in einem
Interview ...die jetzt havarierte Deponie sei vor wenigen Tagen kontrolliert
worden ..."es sei alles in Ordnung" gewesen.
Es liegt mir fern ausgerecht Orban die Schuld an der Katastophe zu
geben ...es ist jedoch bezeichnend, dass er sich verbal vor die Betreiber
der (ganz offensichtlich) eben gerade nicht umweltsicheren Deponie
stellt.
Es ist ein postsozialistisches Phänomen, dass sich in solchen Gesellschaften
fast immer im Ernstfall alle Verantwortlichen auf "Zufall...die bösen
Anderen oder eine Verschwörungstheorie " berufen.
Selbst hat natürlich niemand einen Fehler gemacht ...denn (welch
Wunder) gestern war ja "alles noch in Ordnung".
Die Hilflosigkeit der politischen Klasse (Orban)wurde in diesem
Interview offensichtlich.... denn statt nur reflexhaft zu Unglücks-
ort zu eilen und nichtssagende Kommentare abzugeben ...hätte
man erwarten können:
Professionelles Vorgehen:
1 die Katastophe wird als Aufgabe angenommen.
wer macht ab heute was ...zur Schadensbegrenzung ?
Feuerwehr, Zivilschutz, Militär usw usw ?
2 die Verantwortlichen werden ermittelt
...keine Schuldzuweisung aber legale Recherche
3 Das Unglück wird zum Anlass genommen ...ähnliche
Deponie auf die dortige Sicherheitslage hin zu überprüfen
(Ziel ...Vermeidung weiterer Unglücke)
4 ggf internationale Hilfe anfordern ...zur Schadensbegrenzung
(Donaukontamination)
An diesem Beispiel lässt sich sehr gut aufzeigen, wo Politik
für den Bürger und wo nur als "Fensterrede" rüberkommt.
Denn für die Menschen vor Ort (bzw in Ungarn) in Ihrer
Not wäre es ganz egal welcher Partei die Politiker angehören,
die Hauptsache ...den Menschen wird geholfen.
Mit nichtssagenden Sprüchen im roten Schlamm mit
Gummistiefeln und besorgtem Gesicht ist niemand
auch nicht der versauten Landschaft geholfen.

herbert 1 (Hans Stein)


Sehr sehr guter Beitrag herbert, schließe mich voll und gang deiner Meinung an!
Pitti
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 08.10.2010, 13:01:16

Gast
Leute,

diese Rotschlammbecken existieren bestimmt schon weit über die fünfzig Jahre und das alles gehörte mal den ungarischen Staat, es wurde nach der Wende für einen Apfel und ein Ei privatisiert. Früher waren viele Leute dort beschäftigt und es sind heute immer noch rund 3000 die in Brot und Arbeit stehen.
Nun frage ich mich was soll man nun machen und wer hat nun die Verantwortung, denn diese AG hat garantiert noch Beihilfen von Staat bekommen.............
Diese Auffangbecken waren in einen erbärmlichen Zustand und ich als Laie hatte vor 43 schon meine Befürchtungen gehabt.
Die Sicherheitsabnahmen machte auch der ungarische Staat und damit hat er auch eine Mitschuld......
Nun stellt sich die Frage wer hilft den armen Menschen und die Streitereien werden beginnen.

MfG Pitti
Hajrá
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 10.10.2010, 08:47:23

3590 Posts - Magyar Vagyok
Basti
ja ,ja die bösen Buben hier....heute stand in der Zeitung ..Gescháftsführer der MAL ,ein Herr Martin R.....ein Deutscher Staatsbürger.Lebt nahe dem Werk mit seiner Familie,derzeit soll er in Budapest sein und zu einer Stellungsnahme nicht bereit.
Nicht einmal auf die Deutschen kann man sich noch verlassen,um so ein Becken sicher zu machen...
Der totale Urlaub am Balaton....
Sylvi72
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 10.10.2010, 16:36:39

144 Posts - Langzeit Urlauber
Claudi
Ich war gestern ganz übergerascht.

Kam ein netter Herr von der Gemeinde und teilte uns mit, daß jetzt auch in meiner Straße (in der Pampa) jeden Donnerstag, die Müllabfuhr kommt.
Die Mülltonne (kleinste 60l-Tonne kostet 11000 F), muß man kaufen. Die kosten für wöchentl. Abholung, beträgt jedes Quartal 3200 F.

Meinen Sondermüll, fahre ich sowieso immer zur 30km entfernten Mülldeponie.

Ich finde es gut, daß auch hier die Müllabfuhr kommt, denn dann hört hoffentlich die ewige Plastikverbrennerei von meinen Nachbarn auf.
Jeder hier in meiner Straße wird sich das dann 2x überlegen, seinen Abfall zu verbrennen, denn für Einige sind 3200 F sicher keine Peanuts.



Was die Giftschlammopfer betrifft, denke ich, sie werden mit dem Nötigsten vom ungarischen Staat abgespeist. Die wirkliche Hilfe kommt vom Ausland. Ist ja im Großen und Ganzen ok, wenn die EU eingreift. Das Dumme daran ist, so mancher Politiker, der nicht mit dem Unglück persönlich betroffen ist, zweigt sich mal wieder einen erheblichen Anteil davon ab - für den eigenen Geldbeutel.
- Editiert von Sylvi72 am 10.10.2010, 16:41 -
Immer ruhig und gediegen,was nicht fertig wird,bleibt liegen
Peter2
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 10.10.2010, 18:41:01

3306 Posts - Magyar Vagyok
Zitat:
Original von Hajrá
ja ,ja die bösen Buben hier....heute stand in der Zeitung ..Gescháftsführer der MAL ,ein Herr Martin R.....ein Deutscher Staatsbürger.Lebt nahe dem Werk mit seiner Familie,derzeit soll er in Budapest sein und zu einer Stellungsnahme nicht bereit.
Nicht einmal auf die Deutschen kann man sich noch verlassen,um so ein Becken sicher zu machen...


mehr Gerüchte,vermute ich mal. Die ausländische Presse würde sich doch mit Wonne auf den deutschen Geschäftsführer einschießen. Die Firma wurde nach der Wende an Spezi vom Ex- Ministerpräsidenten Gyurcsany verscherbelt. Fakt ist, die Becken wurden 2 Wochen vor der Katastrophe ja von den ungarischen Behörden kontrolliert und sind als einwandfrei abgenommen worden. Damit kann sich jeder seinen eigenen Reim darauf machen. Die Eigner haben sich nur als Kapitalisten schlimmster Sorte entpuppt. Kein Wort des Bedauern für die Opfer, geschweige irgendwelche Hilfe. Nur dumme Kommentare , wie die Presse würde ihren guten Ruf ruinieren. Drohungen , falls die Betriebserlaubnis nicht sofort wieder erteilt wird , würden alle Arbeiter sofort fristlos entlassen werden . Ein Management von allerübelster Sorte. Typische Raffzähne halt, die sich nach der Wende alles unter den Nagel gerissen haben. Das hat nichts mit verantwortungsvollen Unternehmertun zu tun. Es wurde ja nicht mal die vorgeschriebene Versicherungssumme von 3 Milliarden Forint eingehalten , sondern nur mit lächerlichen 10 Mill. Ft. versichert . Da ist fast jede Hausversicherung schon höher. Genauso Schuld haben auch die Behörden. die die Machenschaften solcher Herren unterstützen. bzw. wegsehen . solche Leute setzten doch für ein paar lächerliche "Zuwendungen" Menschenleben bedenkenlos aufs Spiel.
Dort, hat ja auch Orban angekündigt, werde er hart durchgreifen. Wünschenswert bzw bitternötig wäre es.

Gruß

Peter
Hajrá
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 10.10.2010, 19:36:08

3590 Posts - Magyar Vagyok
Basti
Martin Rümmele steht als Direktor im Verzeichnis der MAL.Ein weiterer Deutscher wird ferner benannt.Aber die haben anscheinend in D auch eine Niederlassung,ebenso in Rumánien und nochwo...

Ob das jetzt relevant ist ,keine Ahnung,aber stimmen tut es zuminderst.Gib den Namen bei Google ein und du wirst reichlich fündig werden.
Der totale Urlaub am Balaton....
Peter2
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 10.10.2010, 21:10:39

3306 Posts - Magyar Vagyok
Zitat:
Original von Hajrá
Martin Rümmele steht als Direktor im Verzeichnis der MAL.Ein weiterer Deutscher wird ferner benannt.Aber die haben anscheinend in D auch eine Niederlassung,ebenso in Rumánien und nochwo...

Ob das jetzt relevant ist ,keine Ahnung,aber stimmen tut es zuminderst.Gib den Namen bei Google ein und du wirst reichlich fündig werden.


Geschäftsführer ist Bakonyi und Tolnayist Direktor.
Der Direktionsratschef Tolnay hält mit einem Vermögen von 80 Millionen Euro Platz 21 auf der Liste der reichsten Ungarn. Die Miteigentümer Arpad Bakonyi, der Vater des Geschäftsführers Zoltan Bakonyi, und Bela Petrusz werden auf jeweils 60 Millionen Euro taxiert.

( Rümmele ist Geschäftsführer einer Firma Mal, die aber nichts mit Ungarn zu tun hat)

bei mir spuckt Google nichts aus, mit Rümmele und der Mal AG in Ungarn

MAL-Miteigentümer Lajos Tolnay gilt als Vertrauter von Ex-Premier Gyurcsany. Seit Mai dieses Jahres regiert im Land die populistische Rechte. Ministerpräsident Orban kündigte nach der Katastrophe von Kolontar an, dass die Verursacher zur Verantwortung gezogen würden. Der Regierungschef und der ins Zwielicht geratene Aluminium-Baron Tolnay sind einander nicht unbekannt. 2005, als Orban in der Opposition schmachtete, lud er einige Wirtschaftskapitäne zu „wirtschaftspolitischen Konsultationen“ ein. Unter ihnen war auch Tolnay. Warum der Tycoon aus der roten Reichshälfte in dieses vor allem mit Parteigängern der Rechten besetzte Beratergremium geholt wurde, erschloss sich damals auch Eingeweihten nicht. Aber vielleicht macht sich das gerade jetzt bezahlt.

Quelle : Profil.at

Gruss Peter
herbert1
icon01.gif Unglück!!!!!!!! - 11.10.2010, 04:27:43

2353 Posts - Magyar Vagyok
Es ist immer wieder verwunderlich, wie Politiker überall und zu jeder Zeit
bei Unglücken, Verbrechen usw fast reflexhaft erklären ...sie (die Politiker)
würden "hart durchgreifen"..
Klingt immer gut ist aber Blödsinn und sogn "Aktionismus".
Denn in jeder funktionierenden Demokratie gibt es die sogn Gewaltenteilung.
1 Legislative (Politiker, Parlamentarier usw) erlassen Gesetze (mehr nicht)
2 Exekutive (Verwaltung, zB Polizei oder Ministerien usw) wenden die Gesetze nach Vorschrift
und Durchführungsverordnungen an
3 Judicative (Gerichte ...Staatsanwälte Richter ) prüfen, kontrollieren und urteilen über die
Rechtmässigkeit ...ua der Aktionen von 1 und 2

Diese Gewaltenteilung ist im Idealfall in einer kontrollierenden Balance.

Politiker (wie z B Orban) könnten demnach Gesetze erlassen ...zur Vermeidung
künftiger Katastophen ... sie (die Politiker) können also den gesetzlichen
Rahmen schaffen.
Niemals Gesetze die rückwärts gelten kann und wird es nicht geben.
(wie es im Falle dieses Unglücks sein müsste) .
Wenn also das vollmundige Versprechen in die Welt gesetzt wird ....
es würde "hart durchgegriffen" ....so wäre das Aufgabe der Staatsanwaltschaften
der Umweltbehörden usw usw "durchzugreifen".
So populistisch Orban und andere Politiker sein mögen ...sie sind
(in einer Demokratie) in solchen Fällen meist nur Zuschauer.
Beispiel als Ausnahme:
zB Helmut Schmidt (Altkanzler) während der Flutkatastophe
in Hamburg ...war Innensenator ...dh zugleich Politiker im Senat von Hamburg
und Vorgesetzter der Polizei ...diese Doppelfunktion ermöglichte ihm
nicht hart sondern zu Gunsten der Flutopfer (mit vielen Toten) durchzugreifen.
Seine (nachvollziehbaren) Weisungen zB an die Bundeswehr, die geholfen hat
wurde später als massive Überschreitung seiner Kompetenzen kritisiert.
(Dies nur als Beispiel wie es richtig laufen könnte)
Eine ironische Schlussbemerkung:
Ach fast hätte ich es vergessen ...in einer Diktatur kann der "starke Mann"
jederzeit "hart durchgreifen" ...hoffentlich greift er hier nicht daneben ...er
könnte sich im ätzenden roten Schlamm verletzten .

Herbert1 (Hans Stein)
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