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816 Posts - Einbürgerungswilliger leben u. leben lassen | Krankenhäuser in Not Der allgemeine Geldmangel schadet der Gesundheit In vielen ungarischen Krankenhäusern mangelt es an Medikamenten. Die angeforderten Heilmittel stehen seit Wochen transportbereit in den Regalen der Medikamentenhersteller und bleiben dort solange, bis die zahlungsunfähigen Krankenhäuser ihre angehäuften Schulden abbezahlt haben. Laut Pharmahändlern erreicht diese Summe so enorme Ausmaße, dass sie selbst keine neuen Bestellungen bei den Herstellern mehr aufgeben können. Alleine das Krankenhaus in Zalaegerszeg, das über ein Jahresbudget von 9,5 Mrd. Ft verfügt und seit Mitte Juni mit Versorgungsproblemen zu kämpfen hat, häufte Schulden von über 100 Mio. Ft an. Die Institution gab ihre Bestellungen bisher wöchentlich auf, muss die Beschaffung von Medikamenten jedoch seit geraumer Zeit täglich mit dem Großhändler absprechen. Nun versucht das Krankenhaus, seinen Bedarf an Medikamenten durch Spenden zu mindern. Die Ispotály Kft. ist neben Zalaegerszeg auch für die Belieferung der Krankenhäuser in Miskolc, Salgotarján, Eger, Ajka, Dunaújváros und Esztergom mit Medikamenten verantwortlich. Obwohl die von den einzelnen Gesundheitseinrichtungen angehäuften Schulden noch nicht offen liegen, teilte Geschäftsführer Gábor Deák mit, dass die sieben Krankenhäuser insgesamt 2 Mrd. Ft an überfälligen Außenständen bei seiner Firma angesammelt haben. Den Krankenhäusern ist an einer Direktverbindung mit der Firma gelegen, denn wegen ihrer großen Anschaffungsvolumen an Medikamenten werden sie von der Ispotály Kft. kostengünstiger versorgt, als wenn jede Klinik für sich und direkt bei den Herstellern einkaufen würde. So spricht Gábor Csiba, Direktor des Krankenhauses in Miskolc, von Kostenvorteilen um 30-40%. In den drei Jahren der bisherigen Zusammenarbeit hat die private Handelsfirma zudem erhebliche Entwicklungsprojekte in der Stadt mit mehrstelligen Millionenbeträgen unterstützt. Nun hat aber wegen der Zahlungsunfähigkeit der genannten Krankenhäuser die Firma Ispotály selber Schulden bei Hungaropharma in Höhe von 1,5 Mrd. Ft angehäuft. Das andauernde Finanzierungsproblem konnte nur mit Hilfe von Bankkrediten überbrück werden. Laut Ferenc Szabó, Generaldirektor von Hungaropharma, betragen die Schulden der Krankenhäuser alleine aus Medikamentenlieferungen 3-4 Mrd. Ft. Die Institute mit den meisten Schulden müssen für die Arzneimittel seit einigen Wochen an Ort und Stelle in bar bezahlen, doch langfristig kann das keine Lösung sein. Laut Gesetz muss Krankenhäusern, deren Schulden über 100 Mio. Ft liegen, ein Verwaltungsbeauftragter der städtischen Selbstverwaltung zur Seite gestellt werden. Diese Zwangsmaßnahmen werden in Kürze unausweichlich, doch wie die Einrichtungen wieder ins Gleichgewicht gebracht werden sollen, denen ihr Budget alleine in diesem Jahr um 15% gekürzt wurde, bleibt fraglich. Viele Krankenhäuser im Lande kämpfen mit ähnlichen Finanzierungsproblemen, darunter vor allem jene, die parallel zur drastischen Abnahme der staatlichen Finanzierung das Leistungsvolumen beibehalten mussten. Gábor Deák zufolge können derartige Institutionen trotz finanzieller Unterstützung durch die Landeskrankenkasse (OEP) mitunter nicht einmal die Lohnkosten decken. In Hódmezôvásárhely übernahm die städtische Selbstverwaltung die Kosten für die Medikamente, was dem Krankenhaus Aufschub bis Ende August bietet. In Pécs sieht es nicht besser aus: Die dortige Universitätsklinik stapelte Schulden von 4 Mrd. Ft auf und gibt monatlich 50 Mio. Ft weniger für Medizin aus, als im vorigen Jahr. Das Institut steht mit 80 Lieferanten in Verbindung, unter denen ein Multi die Aufträge schon verweigert hat. Grundlegend steht aber weder den Herstellern noch den Kliniken der Sinn danach, die Lieferverträge aufzukündigen. Im Zuge der Gesundheitsreform wurden im Frühjahr die Bettenzahlen sowie die Kapazitäten der einzelnen Abteilungen in den meisten Krankenhäusern des Landes teils dramatisch reduziert, was mit einem erheblichen Stellenabbau einherging. Knapp drei Monate sind seither vergangen, und das ungarische Gesundheitswesen kämpft mit enormen finanziellen Schwierigkeiten. Wenn es dieser nicht Herr wird, müssen 150 Krankenhäuser bis Jahresende weitere Entlassungen vornehmen, die im Durchschnitt 200-300 Mitarbeiter pro Einrichtung treffen könnten. Text und Foto: Balázs Erôs Quelle:http://www.pesterlloyd.net/2007_28/0729krankenhauser/0729krankenhauser.html Ich liebe das Leben | ||||
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Gast | Das bestáigt ja meine Schilderungen in einem anderen Post....wers jetzt noch nicht glaubt? nicht krank werden heißt die Devise....... | ||||
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